


Nucleotide, obwohl Fehlpaarungen bei der Elongation sehr viel häufiger
sind. Die hohe Genauigkeit wird erzielt durch: | - | den doppelt kontrollierten Auswahlmechanismus der dNTP durch die DNA-Polymerase bei den Elongationsschritten, | Fehlerrate danach 1 pro
Nucleotide |
| - | die Exonucleaseaktivität, die falsch eingebaute Nucleotide entfernt, | Fehlerverminderung um das 200- bis 1 000-Fache |
| - | die DNA-Reparatur nach der Replikation. | verbleibende Fehlerrate 1 pro ![]() |
DNA-Schäden
Durch äußere und innere Ursachen können an den großen
DNA-Molekülen mannigfaltige Schäden auftreten. Die Replikation
oder Transkription kann beeinträchtigt werden. Häufig bewirken
die Schäden Mutationen (bleibende Veränderungen des genetischen
Materials).
Die wichtigsten Schäden sind:
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Replikationsfehler,
die trotz Fehlerkorrektur durch die DNA-Polymerase auftreten. Sie
müssen nach der Replikation beseitigt werden. Tautomerie kann
eine Ursache von Fehlpaarungen sein. Die Stickstoffbasen der Nucleotide existieren in verschiedenen isomeren Strukturen, die durch Umlagerungen von Doppelbindungen und Protonen entstehen. Diese spezielle Form der Isomerie wird als Tautomerie bezeichnet. Zwischen beiden vorkommenden Tautomeren besteht ein Gleichgewicht. Es liegt fast vollständig auf der Seite der Keto- bzw. Aminoformen der Stickstoffbasen, die bei der Replikation gewöhnlich auch eingebaut werden. Die selteneren Desoxynucleosidtriphosphate (dNTP) der anderen tautomeren Variante sind zu den jeweils anderen Purin- und Pyrimidinbasen komplementär. Werden sie im Zuge der Elongation zufällig verwendet, kommt es zu Fehlpaarungen. |
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Nichtenzymatische Modifizierungen der Stickstoffbasen
mit Methyl-Resten. Die Reaktion wird als Alkylierung
bezeichnet und wird durch verschiedene Substanzen endo- bzw. exogener
Herkunft verursacht. Die methylierten Nucleotide paaren sich häufig
falsch. Beispielsweise bindet
sich an Thymin statt an Cytosin. |
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UV-Strahlung kann Verbindungen zwischen
gleichen benachbarten Basen eines Strangs bewirken. Dimerisierung
kommt häufig bei Thymin vor. |
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Wärme kann den Verlust
von Purinbasen durch Hydrolyse auslösen. |
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Oxidative Veränderungen
werden durch Radikale, vor allem Sauerstoffradikale, verursacht. Es
entstehen vielfältige Basenmodifikationen. |
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Freie Radikale können aber auch Doppelstrangbrüche
der DNA-Doppelhelix bewirken. |
Bakterielle DNA-Reparatursysteme
Hinsichtlich der vielfältigen möglichen Schäden an DNA
gibt es verschiedene Reparatursysteme, mit denen auch Replikationsfehler
beseitigt werden. Alle Systeme basieren auf der Redundanz
der Information im DNA-Doppelstrang, dem mehrfachen Vorhandensein
der Information. Es werden vier grundsätzliche Reparaturmechanismen
unterschieden:
Eukaryotische DNA-Reparatur
Bei Eukaryota erfolgt die Reparatur der DNA mit großer Wahrscheinlichkeit
nach den gleichen Prinzipien wie bei den Prokaryota. Allerdings sind sie
hier aufgrund des größeren Genoms und seiner komplizierten
Struktur wesentlich komplexer.