


).
Die in den Produkten gespeicherte Energie kann dann bei Bedarf auf andere
chemische Prozesse übertragen werden, sodass ein ständiger Kreislauf
entsteht.Der Begriff Fotophosphorylierung
beschreibt die in den Chloroplasten stattfindende ATP-Bildung durch Phosphorylierung
von ADP mithilfe der Lichtenergie.
Die ATP-Bildung mithilfe der Lichtenergie in den Chloroplasten läuft
grundlegend wie die ATP-Bildung in den Mitochondrien während der
Zellatmung (Endoxidation) ab (hier Übertragung der chemischen Energie
der Nährstoffe auf ATP – oxidative Phosphorylierung). Der Mechanismus
der ablaufenden Prozesse wird auch als Chemiosmose bezeichnet.
Durch die Aufnahme von Lichtenergie in den Fotosystemen werden Elektronen
angeregt und auf ein höheres Energieniveau "gehoben". Damit
stehen sie am Anfang einer Elektronentransportkette, die in den Thylakoidmembranen
der Chloroplasten integriert ist. Während die energiereichen Elektronen
durch abwechselnde Redoxreaktionen die Elektronentransportkette durchlaufen,
werden gleichzeitig Protonen (
)
dem Stroma entzogen. Die Protonen gelangen in den Thylakoidinnenraum und
reichern sich dort an.
Zusätzlich entstehen bei der am Fotosystem II stattfindenden Fotolyse
des Wassers neben Sauerstoff noch Protonen, die ebenfalls die Konzentration
an Protonen im Thylakoidinnenraum erhöhen. Beide Vorgänge konnten
experimentell nachgewiesen werden, da sich bei Belichtung der pH-Wert
des Thylakoidinnenraums in den sauren Bereich verschiebt (pH-Wert 5).
Im Stroma, das die Thylakoidmembranen umgibt, wird dagegen die Konzentration
an Protonen geringer, da Protonen bei der Bildung des Reduktionsmittels
aus dem
Stroma verbraucht werden. So ändert sich bei Belichtung im Stroma
der pH-Wert und geht leicht in basische Bereiche (pH-Wert 8). Im
Endergebnis der beschriebenen Prozesse entsteht eine hohe Konzentration
an Protonen im Thylakoidinnenraum im Vergleich zu einer geringen Konzentration
an Protonen im Stroma. Zum Konzentrationsausgleich diffundieren die Protonen
aus dem Thylakoidinnenraum durch ATP-Synthase-Komplexe entlang des Konzentrationsgefälles
zurück ins Stroma, sodass enzymatisch gesteuert ATP durch Phosphorylierung
von ADP entsteht (ADP + P → ATP).