Organisation des Lebendigen
Die Vielfalt des
Lebens wird in unterschiedlichen
Organisationsformen
und auf verschiedenen
Organisationsebenen
offenkundig. Da eine einzelne
Zelle
alle Merkmale des Lebens aufweist, kann sie bereits ein eigenständiges
Lebewesen verkörpern. Bei den Einzellern ist dies der Fall.
Viele Zellen mit gleichartiger Differenzierung und Spezialisierung bilden ein
Gewebe.
Solche funktionellen Einheiten wiederum bilden
Organe und
Organsysteme. Aus ihnen setzt sich
ein funktionsfähiger
Organismus zusammen.
Nach Merkmalen der äußeren Gestalt und des inneren Baus, nach
physiologischen, biochemischen und molekularbiologischen Besonderheiten
lassen sich Lebewesen in
Organisationsformen
einteilen. Bei ähnlich organisierten Formen spricht man auch von einem
gemeinsamen Bauplan. Oft ist dieser gemeinsame Bauplan auch Ausdruck der
natürlichen Verwandtschaft. Doch können Anpassungen an bestimmte
Umweltbedingungen innerhalb einer Verwandtschaftsgruppe sehr unterschiedliche
Organisationsformen bewirken, umgekehrt können ähnliche Umweltbedingungen
bei nicht näher verwandten Arten zu Ähnlichkeiten führen.
Ein wichtiger Aspekt des Lebens sind die Wechselwirkungen der Lebewesen
mit ihrer Umgebung: Ein Individuum gehört (meist) zu einer
Population.
Diese steht im Lebensraum mit anderen Lebewesen (
Biozönose) und der
abiotischen Umwelt (Biotop) in vielfältigen Beziehungen. Biozönose
und
Biotop bilden das
Ökosystem.