
Alle heute lebenden Menschen gehören zu ein und derselben Art. Systematiker klassifizieren die Menschen sogar zur Unterart Homo sapiens sapiens.
Als Rasse bezeichnet man Populationen einer Art, die sich in ihrem Genbestand, in ihrem Aussehen, physiologischen Eigenschaften und Ansprüchen an die Umwelt von anderen Populationen dieser Art unterscheiden.
Beim Menschen hat man lange Zeit nur äußerlich sichtbare Merkmale, wie z. B. Hautfarbe, Haarstruktur, Augenform, Nasenbreite und Gesichtsform, zwecks Einteilung in verschiedene Rassen herangezogen, ohne die biologische Bedeutung zu berücksichtigen. Später versuchte man sich in einer Rasseneinteilung nach Blutgruppenmerkmalen. Anhand dieser Merkmale gliederten Wissenschaftler die Menschheit in eine Anzahl von 7 Rassen (Afrikaner, Kaukasier, Amerindianer, Südasiaten, Nordasiaten, Insulaner, Australide). Andere dagegen sprachen sich für eine Einteilung in drei Großrassen aus (Europide, Mongolide, Negride).
Durch die Analyse des menschlichen Genoms konnten genetische Unterschiede
und Gemeinsamkeiten zwischen menschlichen Populationen neu bewertet werden.
Die komplexe Vielfalt der Gene zwischen und innerhalb von Populationen
veranlasst immer mehr Humangenetiker aufgrund unzureichender genetischer
Grundlagen zu der Auffassung, von einer Einteilung der Menschen in unterschiedliche
Rassen abzusehen.
Wenn überhaupt, sollte man von geografischen
Gruppen bzw. typologischen Kategorien sprechen. Die Populationsdifferenzierung
in Menschengruppen bzw. typologischen Kategorien
wird als Ergebnis der Einwanderungen von Afrika aus ("Out-of-Africa-Hypothese")
gesehen:
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mit der Besiedlung von Südostasien (vor ca. 65 000 Jahren), |
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mit der Besiedlung von Australien (vor ca. 55 000 Jahren), |
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mit der Besiedlung von Europa (vor etwas 40 000 Jahren), |
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mit der Besiedlung von Amerika (vor ca. 20 000 bis 30 000 Jahren). |