



Ozon - ein reaktionsfreudiges
Gas
Ozon ist ein stechend riechendes,
reaktionsfreudiges Gas mit der chemischen Formel
.
Die Bezeichnung Ozon ist vom griechischen ozein
(= riechen) abgeleitet. Sie wurde 1840 von dem Chemiker CHRISTIAN SCHÖNBEIN
(1799-1868) eingeführt. Ozon ist in geringen Mengen - weniger als 0,01 Prozent
- Bestandteil der Atmosphäre,
wobei es zwei Bereiche der Atmosphäre mit merklicher Ozonkonzentration
gibt:
Das in der Atmosphäre entstehende Ozon zerfällt
allmählich wieder. Es bildet sich Sauerstoff. Die Ozonschicht
in der Atmosphäre ist eine Schicht, die die Erdoberfläche und
damit auch den Menschen vor kurzwelliger UV-Strahlung schützt.
Ursachen für
das Ozonloch
Die Dicke der Ozonschicht
in der Atmosphäre ist nicht konstant. Sie ändert sich ständig
durch verschiedene natürliche Prozesse.
Inzwischen wurde aber festgestellt, dass auch einige chemische Stoffe,
die in der Technik genutzt und bei technischen Prozessen freigesetzt werden,
den Abbau von Ozon in der Atmosphäre bewirken. Das hat zu einer allgemeinen
Verringerung der Ozonschicht geführt. Solche "Ozonkiller"
sind insbesondere Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW), Stickoxide und
Halone mit Chlor als besonders wirksamem Bestandteil.
FCKW wurde viele Jahre lang als Treibgas für Spraydosen und als Kühlmittel
für Kühlschränke genutzt. Stickoxide werden von Kraftfahrzeugen
und von Heizungsanlagen abgegeben.
Heute ist klar: Die Verringerung der Dicke der Ozonschicht und die damit
verbundene Erhöhung der schädlichen kurzwelligen UV-Strahlung
sind auf das Wirken der Menschen zurückzuführen.
Um den weiteren Abbau der lebenswichtigen Ozonschicht zu verhindern, ist
es erforderlich, weltweit die Emission aller Stoffe zu verringern, die
zum Abbau von Ozon beitragen. Dazu kann auch jeder Einzelne seinen Beitrag
leisten.
Eine fachliche
Ergänzung
Die Dicke der atmosphärischen Ozonschicht wird in Dobson
Units (Abkürzung D. U. oder DU) gemessen, benannt nach dem britischen
Forscher G. M. B. DOBSON (1889-1976). 100 DU entspricht einer Schichtdicke von 1 mm
Ozon bei normalem Luftdruck. Die normale Dicke der Ozonschicht bei uns
beträgt 330-360 DU. Das entspricht einer Dicke der Ozonschicht von
3,3-3,6 mm bei normalem Luftdruck. Nun darf man sich allerdings in 15-25 km Höhe nicht eine komprimierte Ozonschicht dieser geringen Dicke vorstellen.
Vielmehr ist es so, dass sich dieses Ozon in einem mantelähnlichen Raum über Kilometer hinweg verteilt.
Von einem Ozonloch spricht man in der Wissenschaft dann, wenn die Schichtdicke
des Ozons kleiner als 220 DU ist. Das entspricht etwa einer Verdopplung
der kurzwelligen UV-Strahlung an der Erdoberfläche gegenüber
dem normalen Wert.