


Wirtswechsel und Übertragungswege
Ein Lebewesen, dass einen Parasiten beherbergt, wird als Wirt bezeichnet.
Viele Parasiten schmarotzen im Verlaufe ihres Lebens an verschiedenen,
aber immer ganz bestimmten Wirten, sie vollziehen einen Wirtswechsel.
Den Wirt des erwachsenen Parasiten nennt man Endwirt, den des Parasiten
im Jugendstadium Zwischenwirt. Der Endwirt beherbergt den geschlechtsreifen
Parasiten, der Zwischenwirt die Larve. Oft wird der Wirt in seinen Lebensfunktionen
kaum gestört. Manche Parasiten sind aber sehr gefährlich und
können ihrem Wirt gesundheitliche Schäden zufügen oder
ihn auch töten. Viele Parasiten ernähren sich vom Blut, andere
von Körperteilen ihres Opfers, z. B. Muskeln, Haaren oder Haut, sowie
vom nährstoffreichen Darminhalt des Wirtes (Bild 3).
Die Übertragung auf die Wirte erfolgt beispielsweise durch unsaubere Nahrung, durch mit Parasiteneiern verschmutzte Luft, infolge mangelnder Körperpflege oder durch die aktive Fortbewegung der Schmarotzer selber.
Zu den Parasiten, die auf der Oberfläche ihrer Wirte leben, gehören
beispielsweise Blutegel, Zecken, Läuse und Flöhe. Ihre Beute
sind Körpersubstanzen, die durch eine stechend saugende Nahrungsaufnahme
aufgesaugt werden. Andere Parasiten schmarotzen im Körperinneren
der Wirte. Sie leben in Geweben, Körperhöhlen und im Darm.
An diese parasitische Lebensweise sind Schmarotzer wie Bandwürmer
(z.B. Schweinefinnenbandwurm)
durch gesteigerte Vermehrungsfähigkeit, Rückbildung von Bewegungs-
und Sinnesorganen, Vereinfachung des Verdauungssystems, Ausbildung von
Haftorganen sehr gut angepasst.