








Zellfäden (Hyphen) sind die vorherrschende
Organisationsform. Sie bilden reich verzweigte Geflechte, sog. Mycelien
(von griechisch mýkes = Pilz), und sie können
sich auch - vor allem bei der Fruchtkörperbildung - zu dichten "Flechtgeweben" zusammenlagern. Es werden jedoch
keine echten Gewebe gebildet (echte Gewebe: flächige oder räumliche
Zellverbände, die durch die Zellteilung von Scheitelzellen oder Initialzellen
zustande kommen).
Typische Fortpflanzungseinheiten sind einzellige oder mehrzellige Sporen
mit verstärkter Wand, begeißelte Stadien kommen nicht vor.
Die meisten Pilze leben auf dem Lande, seltener im Süßwasser.
So wie eine Sprosspflanze gut geeignet ist für die Besiedelung der Bodenoberfläche und der bodennahen Luftschichten, so eignet sich das Mycel der Pilze hervorragend zur Besiedelung der obersten Bodenschichten. Die einzellreihigen Hyphen können mit großer Geschwindigkeit Substrate durchwuchern, die ihnen genügend Feuchtigkeit und Nährsubstanz bieten. Beimpft man z. B. eine Agar-Platte mit Sordaria, so kann sie schon innerhalb von 24 Stunden vollständig überwachsen sein. Dabei verzweigen sich die Hyphen so, dass eine optimale Ausnutzung des Substrats gewährleistet ist. Auf diese Art und Weise wandern Mycelien durch die Laubstreu des Waldbodens oder durch die oberste humusreiche Schicht einer Wiese und durch andere organische Materialien. Wenn ein solches Wachstum von einem Punkt ausgeht - z. B. von einer gekeimten Spore - und sich im Substrat wenige Hindernisse und Unregelmäßigkeiten befinden, breitet sich das Mycel - wie in einer Petrischale - kreisförmig aus. Zu einem bestimmten Zeitpunkt werden Fruchtkörper gebildet und diese stehen dann in einem Kreis, einem sog. "Hexenring".
Weißt Du wie viele Pilze leben
... ?
Die Zahl der Pilzarten ist vermutlich sehr groß. Man nimmt an, dass
es mindestens so viele Pilze wie Samenpflanzen gibt, aber manche Mykologen
(Mykologie ist die Wissenschaft von den Pilzen.) nehmen auch an, dass die Zahl der Pilzarten mindestens um eine Potenz
höher liegt, d. h. also wenigstens bei einigen Millionen. In unserer
mitteleuropäischen Flora sind etwa so viele Höhere Pilze (Schlauch-
und Ständerpilze) beschrieben wie Samenpflanzen, nämlich 3 000.
Das System der Pilze
Das Reich Fungi gliedert sich in vier Abteilungen
1. Geißelpilze (Chytridiomycota)
2. Jochpilze (Zygomycota)
3. Endomycorrhizapilze (Glomeromycota)
4. Schlauchpilze (Ascomycota)
5. Ständerpilze (Basidiomycota)
Früher wurden auch noch andere Organismengruppen zu den Pilzen gerechnet, die heute unterschiedlichen Gruppen der Protista (Begründer) zugeordnet werden: Die Schleimpilze (Myxomycota), die Oomycota u. a. Typisch für die Pilze im engeren Sinn ist Chitin als Zellwandsubstanz ("Chitinpilze").
Chytridiomycota (Geißelpilze)
Die Geißelpilze
sind die einzigen "Chitinpilze" mit begeißelten Stadien.
Sie leben vorwiegend im Wasser und ernähren sich von organischen
Abfällen, aber auch parasitisch. Ihre Zugehörigkeit zum Reich
der Pilze beruht auf der Zellwandsubstanz Chitin, auf molekulargenetischen
Befunden und der Enzymausstattung. Die Hyphen der Geißelpilze und
der Jochpilze sind coenocytisch, d. h., sie bilden keine Querwände
aus, außer wenn Reproduktionsstadien gebildet werden.
Zygomycota (Jochpilze)
Die Abteilung der Jochpilze
zeigt bereits deutlich Anpassung ans Landleben. Häufig findet man
ihre Vertreter auf organischen Abfällen wie feuchtem Brot oder Dung
(Köpfchenschimmel Mucor). Ein charakteristischer
Pilz auf Pferdedung ist der Pillenwerfer oder Hutschleuderer (Pilobolus),
der seine Sporenkapsel mehrere Meter weit in Richtung des Lichts abschleudern
kann.
Glomeromycota (Endomycorrhizapilze)
Die Gruppe wurde früher zu den Jochpilzen gerechnet. Sie leben fast alle in Symbiose mit Pflanzen, mit denen sie eine Endomykorrhiza ausbilden.
Ascomycota (Schlauchpilze)
Die meist acht Meiosporen der Schlauchpilze
bilden sich in schlauchförmigen Sporozysten
(daher auch der Name "Schlauchpilze"). Diese Sporozysten werden
in meist ziemlich kleinen Fruchtkörpern angelegt. Größere
Fruchtkörperformen kommen z. B. bei den Becherlingen, bei den Trüffeln
und bei den Holzkeulenpilzen vor. Man unterscheidet vier verschiedene
Fruchtkörpertypen:
Sehr charakteristisch für Schlauchpilze ist, dass sie neben sexuell
erzeugten Sporen auch asexuell erzeugte Sporen in großer Zahl bilden
können, die man Konidien nennt.
Die meisten Flechten stellen eine Symbiose aus einem Schlauchpilz und
Grünalgen bzw. Blaugrünen Bakterien dar.
Basidiomycota (Ständerpilze)
Die Meio-Sporozyste der Ständerpilze
wird Ständer oder Basidium genannt. Sie gliedert nach der Meiose
vier Exosporen nach außen ab (nur sehr selten kommen 2 oder mehr
als 4 Sporen vor).
1. Ordnungen mit ungeteilten Basidien
(Klasse Holobasidiomycetes)
Die Exobasidiales sind Endoparasiten
vorwiegend auf Heidekrautgewächsen. Die Aphyllophorales
(Nichtblätterpilze, auch Porlinge oder Poreales genannt) sind eine
sehr uneinheitliche Gruppe, zu denen Rindenpilze, Schichtpilze, Korallen
und Porlinge zählen. Zu den Agaricales
(Blätterpilze) rechnet man die Röhrlinge, wie Steinpilze oder
Maronen, die Egerlinge, die Wulstlinge, Knollenblätterpilze, Schleierlinge,
Ritterlinge, Rüblinge, Trichterlinge, Tintlinge, Täublinge und
Milchlinge. Zu dieser Ordnung gehören also die wichtigsten Speisepilze,
gleichzeitig aber auch die gefährlichsten Giftpilze.
Zu den Bauchpilzen (Gastrales, Gastromycetales)
rechnet man die Stäublinge, die Erdsterne sowie die Blumenpilze,
denen allerdings zum Teil eine eigene Ordnung (Phallales,
bei uns Stinkmorchel, Hundsrute, Tintenfischpilz) gewidmet wird.
2. Ordnungen mit geteilten Basidien
(Klasse Heterobasidiomycetes bzw. Phragmobasidiomycetes)
Pflanzenparasiten: Brandpilze (Ustilaginales),
Rostpilze (Uraedinales).
Vorwiegend Saprophyten: Zitterlinge
(Tremellales), Tränenpilze
(Dacrymycetales), Ohrlappenpilze
(Auriculales).
Lebenszyklus eines Ständerpilzes
Aus der Spore keimt ein haploides Mycel, das sich mit einem anderen haploiden
Mycel zu einem dikaryotischen Mycel zusammenschließen kann. Diese
Vereinigung wird Plasmogamie
genannt, weil sich lediglich das Zytoplasma der beiden Zellen, nicht aber
ihre Kerne vereinigen. Die Kerne teilen sich bei jeder Zellteilung parallel,
so dass ein zweikerniges Mycel entsteht (Dikaryon).
Häufig wird einer der beiden Zellkerne bei der Teilung über
eine Schnalle an die Tochterzelle weitergegeben
Abhängig von bestimmten Außenfaktoren, aber möglicherweise auch bestimmt durch eine endogene Rhythmik, entstehen aus dem Dikaryon regelmäßig sog. Fruchtkörper. Das sind makroskopisch sichtbare Gebilde, die aus dicht gelagerten Hyphen bestehen. Im Allgemeinen werden diese Fruchtkörper als "Pilze" bezeichnet. Häufig haben sie die typische Pilzgestalt aus Stiel, Hut und Blättern auf der Hutunterseite, aber es kommen auch völlig andere Fruchtkörpertypen vor. Auf einem Teil der Fruchtkörperoberfläche - bei den Blätterpilzen auf den Blättern - entwickeln sich die Sporozysten (Basidien genannt). In der jungen Sporozyste findet Kernverschmelzung (Karyogamie) statt, anschließend erfolgt sofort eine Meiose, die 4 haploiden Kerne wandern in Ausstülpungen der Basidie ein und bilden 4 Exosporen.
Pilze als Holzzersetzer
Pilze sind die wichtigsten Zersetzer des Holzstoffes Lignin und des aus
Zellulose und Lignin zusammengesetzten
Holzkörpers. Insekten, die Holz verdauen können, wie z. B. die
Termiten, bedienen sich dabei der endosymbiontischen Pilze in ihrem Darm.
Bei der Zersetzung des Holzes kann man zwei "Fäulnistypen"
unterscheiden: Bei der Braunfäule
wird die Zellulose zersetzt, während das Lignin-Skelett erhalten
bleibt. Der Luftsauerstoff verändert die Ligninbestandteile, so dass
sie eine braunrote Färbung annehmen. Das braunfaule Holz ist rissig
und bröckelig und lässt sich im Endstadium zwischen Daumen und
Zeigefinger zerbröseln.
Bei der Weißfäule wird zunächst
das Lignin von den Enzymen der zersetzenden Pilze abgebaut. Die übrig
bleibende Zellulose ist sehr hell gefärbt und weist eine faserige
Struktur auf, das Holz ist sehr leicht. Später wird von diesen Pilzen
auch die Zellulose zersetzt. Prinzipiell können Pilze fast alle Typen
von organischen Materialen zersetzen.
Pilze als Parasiten
Während bei Tieren und Menschen Bakterien und Viren als Krankheitserreger
wichtiger sind als Pilze, ist es bei Pflanzen genau umgekehrt. Dabei kann
man zwei Typen von Parasiten
unterscheiden:
Zu den fakultativen Parasiten gehört z. B. der Erreger der Ringfäule
des Apfels (Monilia) und viele Holzzersetzer.
Ein typischer Befallsweg für solche Schwächeparasiten von Bäumen
stellt das Eindringen von Mycelien über die Verletzung des Holzkörpers
dar (Beispiele: Schuppiger Porling, Pelz-Schillerporling). Hallimasch
oder Wurzelschwamm können sowohl lebendes als auch totes Holz befallen.
Schließlich gibt es auch Pilze, die zunächst auf totem Holz
eines lebenden Baumes gedeihen und von dort allmählich in die lebenden
Teile vordringen (Blutender Schichtpilz, Bitterer Saftporling, Riesenporling,
Gemeiner Spaltblättling).
Das hohe Alter mancher Baumarten hängt wohl vor allem damit zusammen, dass ihr Holz, auch das tote Holz im Stamminneren, durch bestimmte Inhaltsstoffe, die in den Zellwänden eingelagert sind, sehr gut gegen Pilzfraß geschützt ist. Oft sind deshalb solche Holzarten auch als Bau- und Nutzholz besonders begehrt (Mammutbaum, Alerce, Riesen-Lebensbaum, Kiefern-Arten). Gefallene Stämme des Riesen-Lebensbaumes (Thuja plicata), die in ihrem Holz das Pilzgift Thujidin enthalten, sollen noch nach 100 Jahre nahezu unzersetzt sein.
Auch bei Tieren und Menschen können parasitische Pilze unangenehme Krankheiten, sog. Mykosen, hervorrufen. Weitverbreitet und weniger gefährlich sind oberflächliche Mykosen wie etwa Fußpilz (Dermatophyton) oder Mundsoor (Candida albicans). Sehr gefährlich sind jedoch solche Mykosen, bei denen die Pilzmycelien tiefer in den Körper und die Körperorgane eindringen. Bei sog. Systemmykosen befällt der Erreger das Reticulo-Endotheliale System (RES), also Lymphknoten, Mandeln und Immunsystem. Solche Infektionen treten z. B. vermehrt im Zusammenhang mit HIV-Infektionen auf.
Pilze als Symbionten
Bodenbewohnende Pilze treten häufig mit den Wurzeln bestimmter Baumarten
in enge Verbindung, sie bilden eine Mykorrhiza
(Pilzwurzel). Für mehr als 1 000 einheimische Pilzarten sind
solche Mykorrhizen nachgewiesen. Die Pilzhyphen umspinnen die feinen Wurzelenden
der Bäume und helfen diesen bei der Aufnahme von Wasser und Mineralstoffen.
Ebenso versorgen sie die Bäume teilweise mit stickstoffhaltigen Verbindungen.
Umgekehrt erhalten sie dafür von den Bäumen Kohlenhydrate. Es
gibt eine große Zahl von Pilzarten, die nur mit einer bestimmten
Baumart oder Baumgattung Mykorrhizen bilden:
Weiterhin kommen bei Birken, Erlen, Eschen, Pappeln, Haselnusshainbuchen,
Weiden, Douglasien, Kiefern, Weiß-Tannen und Weymouths-Kiefern spezifische
Begleitpilze vor. Seltener werden spezifische Begleitpilze
bei Ahorn, Eibe, Nussbaum, Platane, Rosskastanie, Robinie, Ulme gefunden.
Allerdings hat sich in den letzten Jahren herausgestellt, dass man die
Bedeutung der Mykorrhiza für die Höheren Pflanzen bisher weit
unterschätzt hat. So nimmt man heute an, dass mehr als 70 % aller
Samenpflanzenarten mit Mykorrhiza-Pilzen kooperieren können, und
es wird vermutet, dass solche symbiontischen Pilze bereits bei der Eroberung
des Landes durch Algenvorfahren beteiligt waren. Dabei soll insbesondere
die schwere Zugänglichkeit von Phosphorverbindungen durch die Pilzsymbionten
erleichtert worden sein.
Eine weitere bedeutende Symbiose stellen
die Flechten dar.
Giftpilze und Pilzgifte
Pilzgifte gehören zu den
giftigsten Substanzen, die von Organismen produziert werden. Schon im
Altertum war der Gehalt bestimmter Pilzarten an solchen Stoffen bekannt,
doch wurden erst in jüngster Zeit wichtige Fortschritte bei der chemischen
Analyse dieser hochgiftigen Substanzen gemacht. So weiß man z. B.
seit etwa 35 Jahren, dass es sich bei den giftigsten Stoffen des Knollenblätterpilzes
um Oligopeptide handelt. Es stellte
sich heraus, dass sich das Phalloidin spezifisch mit dem F-Aktin-Molekül
verbindet und damit die Bewegungsfähigkeit nicht nur der Muskelzellen,
sondern auch aller anderen Zellen stark beeinflusst und schließlich
lahmlegt. Neben solchen Zellgiften produzieren Pilze charakteristische
Nervengifte und Halluzinogene (Fliegenpilz,
Pantherpilz, Vertreter der Gattungen Risspilze, Trichterlinge, Hautköpfe).
Hämolytisch wirkende Inhaltsstoffe kommen bei Knollenblätterpilzen
und einer ganzen Reihe anderer Pilzarten vor. Besonders verbreitet sind
schließlich Wirkstoffe mit gastrointestinalem Syndrom, d. h. also
mit einer Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt (Abführen, Erbrechen ...).
Hierzu gehören z. B. der Birken-Reizker und der Satanspilz. Einige
Pilze, z. B. der Falten-Tintling, wirken giftig im Zusammenhang mit dem
Genuss von Alkohol.
Während die meisten Pilzgifte relativ rasch - nach 15 Minuten bis
einigen Stunden - wirken, gilt dies nicht für die Zellgifte aus der
Gruppe der Oligopeptide enthaltenden Pilze, vor allem aus der Gruppe der
Knollenblätterpilze und der Hautköpfe. Hier können Inkubationszeiten
von mehr als einem Tag vorkommen, was die Anwendung wirksamer Gegenmaßnahmen
sehr erschwert. Für wirksame Gegenmaßnahmen ist es wichtig,
die Pilzart zu kennen. Die Landes-Giftzentralen
helfen bei der Vermittlung von Fachleuten, die beim Bestimmen von Pilzen
oder Pilzresten helfen können.
Pilzkulturen
Pilze werden vor allem in fernöstlichen Ländern schon seit Jahrtausenden
kultiviert. Auch in westlichen Ländern sind Champignon-Kulturen
schon lange bekannt. Dagegen spielen andere Pilzkulturen
bei uns bis heute wirtschaftlich keine große Rolle, obwohl das Angebot
für den Hobbybereich mittlerweile sehr groß ist. Als Pilzsubstrat
kommen neben Stroh und Holz vor allem auch Holzhäksel und andere
organische Abfallstoffe in Frage. So können z. B. die schmackhaften
Austernseitlinge sogar auf Kaffeesatz oder auf alten Telefonbüchern
kultiviert werden. Pilzbrut
wird mittlerweile für den Hobbybereich von vielen Versandhandlungen
aber auch von Gartencentern angeboten, und es gibt eine große Zahl
von Büchern, in denen entsprechende Anleitungen gegeben werden.
Die Namen der Pilze
Pilze interessieren viele Laien und Nichtbiologen mehr als andere Lebewesen,
insbesondere mehr als Pflanzen. Dies mag damit zusammenhängen, dass
man manche Pilzfruchtkörper essen kann. Auch ihre erstaunliche Vielfalt
an merkwürdigen Formen und auffälligen Farben und ihr plötzliches
überraschendes und kaum vorhersagbares Erscheinen mag dabei eine
Rolle spielen, ebenso die etwas gruselige Tatsache, dass einige Pilze
besonders stark wirkende Gifte produzieren und dass man andere als Rauschdrogen
nutzen kann. So spielen Pilze seit alters her im Volksglauben und in der
Mythologie eine wichtige Rolle. Oft
werden sie allerdings nicht nur - wie der Fliegenpilz - als Glücksbringer
angesehen, vielmehr bringt man sie mit den "Mächten der Finsternis"
in Verbindung. In der Namensgebung fällt dies besonders auf: Hexenröhrling,
Hexenbutter, Hexenbesen, Hexenring, Satanspilz.
Eine auffällige Besonderheit sind die deutschen Namen der Pilze,
die fast alle auf -ling enden:
Rötling - Grünling - Fälbling
Milchling - Saftling - Tintling - Schneckling - Schmierling
Stacheling - Borstling - Schüppling - Wulstling - Egerling - Faserling - Schirmling - Schleierling
Tellerling - Trichterling - Helmling - Ritterling - Häubling - Schwindling - Rübling - Becherling - Hörnling - Muscheling - Nabeling - Schnitzling
| -ling bei maskulinen Substantiven vorkommendes, die Zugehörigkeit ausdrückendes Morphem germanisch -inga, -unga, das in althochdeutsch -(l)ing, mittelhoch-deutsch -(l)inc, neuhochdeutsch -(l)ing begegnet (z. B. Fremdling, Häuptling, Jüngling, Lehrling...) (nach BRAUN,W. u. a. Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, dtv, München 1995) |
Beispiele für die Pilze im Ökosystem
Wald

Pilze im Buchenwald über dem Humuskarbonatboden
(Rendzina)
| Konsumenten: | |
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1.:
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Hallimasch, ein weitverbreiteter Parasit an Laub- und Nadelbäumen |
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2.:
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Zunderschwamm, ein Schwäche- und Wundparasit, in Mitteleuropa vor allem an Buchen |
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3.:
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Buchen-Schleimrübling (Porzellanköpfchen), ein Schwächeparasit und Saprophyt an absterbenden Buchen. |
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| Reduzenten: | |
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4.:
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Buckeltramete, an Laubholz, vor allem an Buchen |
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5.:
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Schmetterlingstramete, fast nur an Laubhölzern |
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6.:
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Stockschwämmchen, auf Stümpfen und liegenden Stämmen von Laubhölzern |
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7.:
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Vielgestaltige Holzkeule |
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8.:
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Geweihförmige Holzkeule |
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9.:
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Kohlenbeere, eine Schlauchpilz-Art auf Laubholz |
|
10.:
|
Herkuleskeule |
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11.:
|
Mönchskopf in Hexenringen auf Laubstreu |
| Symbionten und Primärproduzenten: | |
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12.:
|
Graugrüner Milchling |
|
13.:
|
Frauen-Täubling |
|
14.:
|
Buchenwald-Speitäubling |
|
15.:
|
Buchenwald-Pfifferling |
|
|
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| Moderorchidee: | |
|
16.:
|
Nestwurz: Einige Orchideenarten wie die Nestwurz, die Korallenwurz und der Widerbart haben kein Blattgrün, sondern nehmen Wasser und alle Nährstoffe über eine Endomykorrhiza auf. Damit sind diese Samenpflanzen Konsumenten zweiter Ordnung geworden. |