

Die Lautstärke
Die Lautstärke wird durch die Amplitude
der Schwingungen (Größe der Druckschwankungen) bestimmt. Je
größer die Amplitude der Schwingungen ist, desto lauter ist
der Ton. Aus einem y-t-Diagramm sind die Unterschiede
zwischen leisen und lauten Tönen erkennbar.
Die Lautstärke ist eine Größe, die unser subjektives
Schallempfinden charakterisiert. Solche Größen nennt
man im Unterschied zu objektiv messbaren physikalischen
Größen auch physiologische Größen.
Die Lautstärke gibt an, wie laut oder leise wir Schall empfinden.
| Einheit: | ein Phon (1 phon) |
Statt von Lautstärke spricht man in der Physik auch von Lautstärkepegel.
Die physikalische Größe, die objektiv gemessen
werden kann und die mit der physiologischen Größe Lautstärke
eng zusammenhängt, ist der Schallpegel
L. Das ist eine physikalische Größe,
die an die Besonderheiten der akustischen Wahrnehmung des Menschen gekoppelt
ist. Der Schallpegel wird in Dezibel (dB) gemessen, wobei folgender Zusammenhang
gilt:
Bei einer Frequenz von 1 000 Hz ist der Zahlenwert des Schallpegels gleich
dem Zahlenwert für die Lautstärke.
Es gilt auch:
1 Phon = 1 dB
Das ist der Grund dafür, das man heute auch häufig
die Lautstärke in Dezibel angibt. Manchmal findet man auch die Einheit
dB (A). Damit wird zum Ausdruck gebracht, dass man bei physikalischen
Messungen einen bestimmten Frequenzbereich untersucht. Früher gab
es auch das dB (B) und das dB (C). Diese Einheiten spielen heute keiner
Rolle mehr.
Gemessen wird der Schallpegel mit einem Schallpegelmesser.
| Lautstärken in Natur und Technik | |
|
Lautstärke in dB
|
Beispiele
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| 0 |
Hörschwelle
|
| 20 |
Flüstern, ruhiger Garten
|
| 40 |
normale Unterhaltung,
leise Musik |
| 60 |
lautere Unterhaltung,
Staubsauger, Bürogeräusche |
| 80 |
üblicher Lärm im
Straßenverkehr, laute Musik im Zimmer |
| 100 |
Presslufthammer,
Autohupe, Diskothek |
| 120 |
Rockkonzert, Donner,
Düsentriebwerk eines Flugzeugs |
| 130 |
Schmerzschwelle,
Gehörschädigung schon bei kurzzeitiger Einwirkung |
Unsere Ohren weisen eine Besonderheit auf, die für die Wahrnehmung von unterschiedlich lauten Geräuschen wichtig ist. Wenn wir z. B. ein Motorrad mit 70 dB hören, dann hören wir zwei gleich laute Motorräder nicht mit der doppelten Lautstärke von 80 dB, sondern nur mit 73 dB. Erst 10 gleich laute Motorräder würden wir mit der doppelten Lautstärke, also mit 80 dB, hören. Allgemein gilt:
Geräusche bis etwa 30 dB empfinden wir als ruhig. Ständiger Lärm von über 85 dB kann längerfristig zu Hörschäden führen.