


Die dargestellte Häufigkeitsverteilung
(Bild 2) der Elemente der ersten drei Perioden spiegelt somit sehr
anschaulich die Synthese der Elemente mit gerader Ordnungszahl durch Anlagerung
von
wieder.
Nuklide mit ungerader Ordnungszahl sind immer nur das Ergebnis nachgelagerter
Kernzerfallsreaktionen, bei denen aus einem großen Kern unterschiedlich
kleine Kerne entstehen. Deshalb kommen ungeradzahlige Nuklide seltener
vor als Nuklide mit gerader Ordnungszahl.
Bildung von Wasserstoff und Helium
Man nimmt heute an, dass die gesamte Masse des Universums ursprünglich
in einem Kern enormer Dichte (1096 g·cm-3) und Temperatur (1 030 °C)
zusammengeballt vorgelegen hat. Bei einer vor maximal 15 Milliarden Jahren
als Urknall bezeichneten Explosion
bildeten sich während der kosmischen Verteilung der Materie in wenigen
Minuten zu ca. 90 % Wasserstoff
und zu ca. 10 % Helium.
Sterne entstehen durch Kondensation von Wasserstoff- und Heliumatomen. Im Ergebnis dieser Verdichtung steigt die Gravitationskraft des Sterns bei gleichzeitigem Anstieg seiner Dichte und der Temperatur im Innern. Bei genügend hohen Temperaturen (10 bis 20 Millionen Grad) setzt als erster Prozess das sogenannte Wasserstoffbrennen ein.
Wasserstoffbrennen ist die Vereinigung von vier Wasserstoffkernen zu einem Heliumkern unter Freisetzung von Energie.

Bildung schwererer Elemente
Wenn das Universum ursprünglich überwiegend aus Wasserstoff
und etwas Helium bestand, wo kommen dann die schwereren Elemente her?
Schwerere Elemente als Wasserstoff
und Helium werden nur bei extrem hohen Temperaturen im Inneren von Sternen,
z. B. unserer Sonne, durch verschiedene Kernfusionsprozesse gebildet.
Sie entstehen erst in nennenswertem Umfang, wenn das Wasserstoffbrennen
beendet ist, denn Heliumkerne vereinigen sich nicht mit Wasserstoffkernen
zu Lithium oder anderen schwereren Elementen. Die Fusionsprozesse beginnen
bei allen Sternen im Zentrum und breiten sich langsam zum äußeren
Bereich aus. Erst wenn dieser Prozess abgeschlossen ist und genügend
Energie im Innern gespeichert wurde, kann der nächste Fusionsprozess
bei noch höheren Temperaturen gestartet werden.
Bei Temperaturen um 100 bis 200 Millionen Grad kann dann ein neuer Fusionsprozess
einsetzen, das Heliumbrennen.
Heliumbrennen ist die Vereinigung von drei Heliumkernen zu einem Kohlenstoffkern unter Freisetzung von Energie.

Wenn sich drei Heliumkerne zu einem Kohlenstoffkern vereinigen, wird mehr Energie freigesetzt als beim Wasserstoffbrennen. Bei etwa 200 Millionen kann dann bereits eine Fusion eines Heliumkerns mit einem Kohlenstoffkern erfolgen, wobei wiederum große Energiemengen freigesetzt werden.

In Sternen, die etwa fünf Sonnenmassen entsprechen, können Temperaturen im Bereich von 500 bis 1000 Millionen Grad erreicht werden. Hier werden die nächstfolgenden Kernfusionen, das Kohlenstoffbrennen und das Sauerstoffbrennen ausgelöst:

In diesem Temperaturbereich können untergeordnet weitere, komplizierte Fusionsreaktionen - vor allem katalysiert durch Kohlenstoff - ablaufen. Unter den zuvor gebildeten Produkten ist Si ein besonders stabiler Kern, der deshalb angereichert wird. Auf Grund seiner Stabilität reagiert Si erst beim Erreichen von etwa 2 000 Millionen Grad mit Heliumkernen in einer komplizierten Reihe von Fusionsprozessen nach der allgemeinen Reaktionsgleichung:

Dabei werden bis zum stabilsten aller Kerne, dem Fe, verschiedene geradzahlige
Kerne gebildet. Nur wenn ein Stern groß genug ist, um die dafür
notwendigen Temperaturen zu speichern (etwa 30 Sonnenmassen), kann die
gesamte Elementskala entstehen.
beschrieben
werden kann.