

Die naturwissenschaftliche Forschungsmethode beruht auf Hypothesenbildung,
Experimenten, exakten Messungen und logischen Schlussfolgerungen. Das
sind auch die Voraussetzungen für die großen Erkenntnisfortschritte
der Naturwissenschaften und ihre technischen Anwendungen.
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Eine Hypothese ist eine
wissenschaftlich begründete Vermutung.
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Ein Beispiel dafür gab uns schon GALILEI (Bild 1).
GALILEI wollte herausfinden,
nach welchen Gesetzen die Fallbewegung abläuft und welche mathematischen
Zusammenhänge zwischen Fallgeschwindigkeit, Fallweg und Fallzeit
existieren. Er verwarf die zunächst aufgestellte Hypothese, dass
zwischen dem Weg s und der Geschwindigkeit v direkte Proportionalität
besteht und stellte dann die Vermutung auf, dass die Fallgeschwindigkeit
proportional der Fallzeit und der Fallweg proportional dem Quadrat der
Zeit ist, also gilt:
Aus der Kenntnis der Kettenform der Glucose und des Wissens über das Reaktionsverhalten von Aldehyden könnte die Hypothese erwachsen, dass Glucose eine Farbreaktion mit Schiffs Reagenz zeigen müsste. Das experimentelle Ergebnis stützt diese Vermutung nicht. Damit entsteht ein Problem, das im Zuge weiter Hypothesen und Experimente einer Lösung zuzuführen ist (Bild 2).