


Zu den Ergänzungsstoffen zählen
Vitamine,
Mineralstoffe, Ballaststoffe
und Wasser. Zusätzlich benötigt der Körper
besondere Stoffe in relativ geringen Mengen, sogenannte Spurenelemente.
Eine zusammenfassende Betrachtung der Ergänzungsstoffe einschließlich
Wasser:
Vitamine
Vitamine
sind lebensnotwendige Bestandteile der Nahrung, da sie an fast allen Stoffwechselvorgängen
beteiligt sind. Vitamine können vom Körper nicht hergestellt
weden, sie müssen also mit der Nahrung zugeführt werden.
In früheren Jahrhunderten starben ganze Schiffsbesatzungen, weil
sie durch fehlendes Frischobst und einseitige Ernährung an Skorbut
(Vitamin-C-Mangel) erkrankten.
Vitamine werden in fettlösliche und wasserlösliche
Vitamine eingeteilt. Die wasserlöslichen Vitamine können vom
Körper kaum gespeichert werden und müssen deshalb regelmäßig
mit der Nahrung aufgenommen werden.
Zu den wasserlöslichen Vitaminen gehören
Vitamin C,
,
,
,
zu den
fettlöslichen Vitaminen gehören, A, D, E, K.
Vitamine sind vor allem in Gemüse, Obst, Milch- und Vollkornprodukten
enthalten. Auf die schonende Zubereitung sollte geachtet werden, da durch
zu langes Garen Vitamine verloren gehen.
Der Name ist zusammengesetzt aus dem lateinischen vita
= leben und Amin und bezog sich ürsprünglich auf das Thiamin
(Vitamin
) als
"lebensnotwendiges Amin". Die Bezeichnung wurde später
auf alle Substanzen mit ähnlicher Bedeutung ausgedehnt, auch wenn
die meißten diese Substabzen keine Amine sind sondern chem. sehr
uneinheitlich.
Vitamine werden heute als organische Substanzen deffiniert, die zur Aufrechterhaltung
von Gesundheit und Leistungsfähigkeit des menschlichen Organismus
notwendig sind, und mit der Nahrung zugeführt werden müssen.
Mineralstoffe
Mineralstoffe
sind anorganische Bestandteile der Nahrung, die wichtige Nährelemente
enthalten. Zu den vielen Mineralstoffen, die unerlässlich für
den menschlichen Körper sind, zählen Natrium (Na), Kalium (K),
Calcium (Ca), Magnesium (Mg), Phosphor (P), Eisen (Fe) u.a.
Natrium-Ionen beispielsweise haben wichtige Funktionen für Nerven,
Muskeln, die Regelung des Wasserhaushaltes und Erhaltung der Gewebespannung.
Kalium-Ionen ist wichtig für die Erhaltung der Gewebsspannung, für
die Enzymaktivierung und die Muskeltätigkeit. Calcium-Ionen sind
ein Baustoff für unsere Knochen und Zähne, fördern die
Erregbarkeit der Nerven und Muskeln und sind wichtig für die Blutgerinnung.
Magnesium-Ionen spielt für die Knochen und für die Muskelarbeit
eine große Rolle.
Spurenelemente
Der Bedarf an Spurenelementen
ist mengenmäßig gering, aber für die Gesunderhaltung des
Körpers sind sie unerlässlich. Zu diesen Stoffen zählen
u.a. Iod (I), Fluor (F), Zink (Zn), Mangan (Mn), Molybdän (Mb) und
Kupfer (Cu).
Das Element Eisen ist unerlässlich für die Bildung von Hämoglobin,
dem Farbstoff der roten Blutkörperchen (Bild 4). Fehlen Eisenverbindungen
in der täglichen Nahrung, so führt dies zu Müdigkeit und
Konzentrationsschwächen, da die roten Blutkörperchen, die den
Sauerstoff von der Lunge in andere Körperregionen transportieren,
nicht ausreichen.
Ein Mangel an chemisch gebundenem Iod
kann zu erheblichen Beeinträchtigungen der Schilddrüsenfunktion
führen.
Deutschland wird leider immer noch als "Iodmangelgebiet" eingestuft.
Dem Iodmangel kann man vorbeugend entgegenwirken, indem man ausschließlich
iodiertes Speisesalz verwendet. Teilweise wird auch schon dem Trinkwasser
Iod in geringen Konzentrationen beigemischt.
Das Element Fluor ist besonders für Kinder unerlässlich, da Fluorid-Ionen den Zahnaufbau und -schutz unterstützen. Es ist also nicht egal, welche Zahnpasta man verwendet, man sollte darauf achten, dass sie Fluorverbindungen enthält. Auch einige Speisesalze enthalten Iod- und Fluorverbindungen.
Das Element Zink ist am Muskelwachstum
beteiligt und spielt eine wichtige Rolle zur Stärkung des Immunsystems.
Ein Zinkmangel führt mitunter zu einer Wachstumshemmung.
Die Spurenelemente Mangan und Molybdän
dienen der Aktivierung von Enzymen.
Kupfer hat Einfluss auf den Energiestoffwechsel
und die Bildung der roten Blutkörperchen.

Ballaststoffe
Dies sind die unverdaulichen Bestandteile der Nahrung, z. B. Cellulose,
Hemicellulose, Pektin, Lignin, Chinin, Gerbstoffe, Kollagen, Elastin.
Ballaststoffe
enthalten keine für uns verwertbare Kalorien und dienen als Füllstoffe
für den Darm. Sie erfordern stärkeres Kauen, regen damit die
Kautätigkeit und die Speichelproduktion an. Sie quellen im Magen
auf, wirken sättigend und beschränken somit die tägliche
Energieaufnahme. Ballaststoffe binden nicht nur Wasser und verhindern
so Verstopfung, auch schädliche Substanzen werden schneller ausgeschieden.
Besonders gute Ballaststofflieferanten sind Weizenkleie, Vollkornprodukte,
Haferflocken, Gemüse, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Beerenobst
und Nüsse.
Mit durchschnittlich 15 g Ballaststoffen nehmen wir heutzutage eher zu
wenig Ballaststoffe zu uns. Empfehlenswert sind ca. 30 g bei Erwachsenen
und 20-25 g bei Kindern.
Wasser
Wasser
ist Bestandteil der Zellen und macht
60 Prozent des Körpergewichts
eines Erwachsenen aus. Es hat vielfältige Funktionen, ermöglicht
z. B. die Wärmeregulation, den Stoffaustausch in den Körperzellen
und die Ausscheidung von Abfallprodukten durch die Niere. Fast alle Lebensmittel
enthalten Wasser in unterschiedlichen Mengen. Beispielsweise haben Walnüsse
einen Wasseranteil von 10 Prozent, Tomaten oder Salat bestehen zu 95 Prozent
aus Wasser.
Wasser ist das einzig notwendige Getränk und hat nebenbei noch den
Vorteil, keine Kalorien zu besitzen. Erwachsene sollten 2-3 Liter
Wasser pro Tag, Kinder etwa 1,5-2 Liter zu sich nehmen, um den Flüssigkeitsverlust
durch Schweiß, Urin und Atmung auszugleichen.