1.
Die Zeit in der er lebte
HAROLD KROTO wurde im ersten Kriegsmonat des zweiten Weltkrieges in London
geboren. Seine Eltern waren 1937 aus Deutschland emigriert, weil KROTOs
Vater Jude war.
In den Naturwissenschaften wurden Ende des neunzehnten und im zwanzigsten
Jahrhundert unzählige bedeutende Entdeckungen gemacht, von denen viele
auch für die Forschungen von HAROLD KROTO bedeutsam waren, z. B.:
(in chronologischer Reihenfolge vom Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts
an)
2. Lebenslauf
HAROLD KROTO wird am 07.10.1939 in Wisbech, in Cambridgeshire in Großbritannien geboren.
Die Familie musste 1937 nach England emigrieren, weil der Vater Jude war.
Als Ausländer wurde KROTOs Vater dort sogar zeitweilig wegen des
Verdachts der Spionage interniert.
Nach dem Krieg begann der Vater bei einer Technikfirma zu arbeiten und
baute ab 1955 seine eigene kleine Fabrik, in der Ballons für die
Luftschifffahrt hergestellt wurden, wieder auf.
Neben seiner Schulzeit und in den Ferien arbeitete der junge Harold oft
in der Fabrik des Vaters.
Er mischte Latexfarben zusammen und ersetzte fehlende Arbeiter an allen
möglichen Stellen der Fertigung. So trainierte er vielfältige
Fähigkeiten und das Lösen von Problemen.
HAROLD KROTO studierte nach seiner Schulzeit Chemie an der Universität
von Sheffield.
1964 promoviert er mit einem Thema über Spektralanalyse und den Zerfall
von Substanzen zu freien Radikalen durch Lichteinfluss.
Er begibt sich nach Kanada und forscht an der Universität in Ottawa auf dem Fachgebiet der Mikrowellenspektroskopie.
Auch die Quantenchemie interessiert den jungen Wissenschaftler.
1967 kehrt KROTO nach Großbritannien zurück und beginnt seine
akademische Karriere an der Universität von Sussex in Brighton.
1985 wird er dort zum Professor berufen.
Das Forschungsprogramm in Sussex umfasst etliche interdisziplinäre
Bereiche, darunter auch die Spektralanalyse.
Besonders Moleküle mit leicht spaltbaren Doppelbindungen standen
im Mittelpunkt.
Die Wissenschaftler beschäftigten sich mit Verbindungen, die Kohlenstoff
und Phosphor enthalten. Es entstehen Verbindungen, die als "Phosphoalkene"
und "Phosphoalkylverbindungen" bezeichnet werden.
Ein Projekt erforschte das Vorkommen von kettenförmigen Kohlenstoffverbindungen
im Weltall. Mittels Laborexperimenten versuchten die Forscher, die chemischen
Reaktionen in den Sternen nachzuvollziehen. Dabei wurde das "Buckminsterfulleren"
entdeckt.
Durch die Entdeckung dieser neuen, dritten Modifikation des Elements
Kohlenstoff (Bild 2), die
HAROLD KROTO gemeinsam mit ROBERT CURL und RICHARD SMALLEY machte, wurde
er weltberühmt.
Bisher waren Diamant und Grafit als Modifikationen (Bild 3) des Kohlenstoffs
bekannt gewesen.
KROTO entdeckte die Fullerene,
zuerst das sogenannte Buckminsterfulleren, es besteht aus 60 Kohlenstoffatomen,
die ein innen hohles Polyeder bilden. Die Außenflächen des
Polyeders werden fünf- und sechseckigen Seitenflächen gebildet.
An allen Eckpunkten befinden sich Kohlenstoffatome. Kurz darauf wurden
weitere Fullerene (Bild 4), z. B. mit 70 oder mehr Kohlenstoffatomen
gefunden.
Gemeinsam mit seinen Kollegen R. CURL und R. SMALLEY erhielt HAROLD KROTO 1996 für die Entdeckung der Fullerene den Nobelpreis für Chemie.
3. Bedeutende Leistungen