Deutsch
Aufsatz
Anfertigung eines Aufsatzes

Was ist ein Aufsatz und wozu dient er?
Der Aufsatz ist ein wichtiger Bestandteil des Deutschunterrichts zur Übung des Denkvermögens, Abstraktionsfähigkeit und zur Erweiterung der sprachlichen Möglichkeiten. Daher findet er sich in allen Jahrgangsstufen.

Als Aufsätze werden darüber hinaus größere Fach- bzw. wissenschaftliche Texte in Fachzeitschriften und -büchern bezeichnet.

In Aufsätzen verwendete Textsorten
Sowohl faktuale als auch fiktionale Texte können in einem Aufsatz Verwendung finden.

Texte, die sich mit Tatsachen (Fakten) auseinandersetzen, bezeichnet man als faktuale Texte. Dazu gehören beispielsweise Beschreibung, Bericht, Protokoll, Argumentation, Erörterung oder Lebenslauf. Auch Nacherzählungen, Inhaltsangaben, Interpretationen, Kritiken oder Klappentexte sind faktuale Texte, selbst wenn sie sich auf fiktionale Texte wie Novellen, Erzählungen, Romane oder Fabeln beziehen.

Fantasiegeschichte, Märchen, Erzählung oder Kurzgeschichte sind fiktionale Texte, also erfundene, ausgedachte, erdichtete Texte.

Was ist beim Anfertigen eines Aufsatzes zu beachten?
Durch die äußere Form kann man die inhaltliche Aussage eines Textes unterstützen. Da Aufsätze insbesondere Sachinformationen enthalten, sollte auch das Schriftbild möglichst sachlich erscheinen.
Es ist auf Übersichtlichkeit und Lesbarkeit zu achten, indem man in Abschnitte, Teilüberschriften und Überschriften gliedert. Auch ist es sinnvoll, genügend Rand für Korrekturen oder Notizen zu lassen.

Das im Bild 1 dargestellte Schema soll eine Hilfestellung zum Verfassen von faktualen Texten sein.

Zur Vorbereitung eines jeden Aufsatzes gehört:

Diese Vorgehensweise kann im Detail bei den einzelnen Darstellungsformen abweichen.

Stilistische Hilfsmittel
Soll etwas erzählt, über etwas berichtet, etwas beschrieben oder etwas erörtert werden, so ist stets Sachkenntnis die erste Voraussetzung. In jedem Satz ist zu überlegen, durch welches Wort bzw. welche Wendung ein Gegenstand oder Vorgang, eine Person oder eine Eigenschaft am treffendsten bezeichnet werden können.
Die Bezeichnungen sollen nicht nur den Sachverhalt richtig wiedergeben und den Standpunkt des Verfassers zum Ausdruck bringen; sie sollen auch so gewählt sein, dass sie vom Leser oder Hörer entsprechend verstanden werden.

Daraus ergeben sich folgende stilistische Hilfsmittel:

"sich einigen" anstatt "zur Einigung bringen"
Er handelte, ohne über die Folgen nachzudenken.
besser:
Er handelte unbedacht/unüberlegt.
"Er hatte eine wahnsinnig coole Idee, die ..."
besser:
"Er hatte eine sehr gute Idee, die ..."
"Philosophisch betrachtet, stellt die künstlerische Abstrahierung des Neokultes eine klassische Intention ..." (Verständlich?)
"Im Gegensatz dazu steht ..."
"Anders verhält es sich mit ..."
"Demzufolge scheint die Nachricht ..."
"Darüber hinaus stellen wir fest, ..."
"Nicht zu vergessen ist, dass ..."
Verwandte Themen
© Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, Mannheim und DUDEN PAETEC GmbH, Berlin. Alle Rechte vorbehalten. www.schuelerlexikon.de