Deutsch
Die schriftliche Abiturprüfung
Erschließungsformen
Folgende fachspezifischen Erschließungsformen – untersuchen, erörtern, gestalten – können im schriftlichen Abitur abgefordert werden: Textinterpretation ist – vereinfachend – die Untersuchung des literarischen Textes (auch des Subtextes) mit analytischen Mitteln:
  1. Analyse: Bestandteile eines Textes und ihre Zusammenhänge bestimmen: Inhaltliche Analyse: Aufbau des Textes, auftretende Personen, Ort/Zeit, auffallende inhaltliche Gesichtspunkte, Aussageabsicht des Autors. Sprachliche Analyse: Syntax, Wortarten, Bildlichkeit, rhetorische Figuren, Sprachebenen und ihre Wirkungen.
  2. Kontextualisierung: Zeithintergrund, Autorbiografie, literaturgeschichtliche Einordnung, Entstehungsgeschichte, Rezeption, literarische Wertung.

Unter Erörterndem Erschließen versteht die EPA die eingehende, methodisch aufgebaute Auseinandersetzung mit einem Thema oder Problem in schriftlicher Form. Erörterungen literarischer oder pragmatischer Texte bauen auf dem untersuchenden Erschließen der literarischen Vorlage auf. Mittels geeigneter Argumentationsstrategien und -verfahren sollen die Urteilsfähigkeit und die Standpunktbildung gefördert werden. Schülerinnen und Schüler sollen sich argumentativ mit zentralen Thesen, Themen, Darstellungsformen und Argumenten in den literarischen bzw. pragmatischen Texten auseinandersetzen. Sie sollen die Textvorlage erläuterrnd und deutend wiedergeben und sich ein begründetes Urteil bilden können.

Das gestaltende Erschließen beruht ebenfalls auf dem untersuchenden Erschließen literarischer und pragmatischer Texte. Dramatische und epische Werke bzw. Werkausschnitte bilden die Grundlage für die Gestaltung eigener Texte. Pragmatische Texte werden fast immer zum Ausgangspunkt für adressatenbezogenes Schreiben (Brief).

Verwandte Themen
© Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, Mannheim und DUDEN PAETEC GmbH, Berlin. Alle Rechte vorbehalten. www.schuelerlexikon.de