


Beschreibungen
Eine Beschreibung ist eine
vorwiegend informierende, sachbetonte und wirklichkeitsnahe Darstellungsform.
Die Beschreibung dient dazu, einen konkreten bzw. abstrakten Gegenstand,
Zustand, Zusammenhang, Sachverhalt, eine Person oder einen wiederholten
bzw. wiederholbaren Vorgang mit sprachlichen Mitteln so darzustellen, dass
der Adressat eine genaue Vorstellung davon gewinnt.
Beim Beschreiben wird das Erfassen des Typischen
und Allgemeingültigen angestrebt,
das Besondere und Zufällige weggelassen.
Beschreibungen sind in genauer, eindeutiger und übersichtlicher sprachlicher
Form abzufassen. Die Verwendung von Fremdwörtern ist dem Adressatenkreis
anzupassen.
Es gibt unterschiedliche Beschreibungsarten, eine davon ist die Gegenstandsbeschreibung.
Gegenstandsbeschreibungen
Gegenstandsbeschreibungen
sollen den Adressaten über Merkmale und Eigenschaften von Gegenständen,
Zuständen und Lebewesen informieren. Dabei muss neben dem Wesentlichen
auch das Allgemeine, Einzelne und Besondere erfasst werden.
Die Verwendung von Fachbegriffen ist
bei der Gegenstandsbeschreibung unerlässlich. Es ist eine zweckentsprechende
und angemessene Form zu verwenden.
Wie geht man beim Beschreiben
vor?
Um Zusammenhänge darzustellen, müssen die funktionalen
Zusammenhänge einzelner Teile beachtet werden. Alle Angaben müssen
genau und eindeutig beschrieben und in einer räumlichen Reihenfolge
angeordnet werden.
Der Schreiber soll den inneren Blick des Lesers so leiten, dass dieser
den Gegenstand schrittweise erfassen kann. Je nach Gegenstand sollte so
vorgegangen werden:
Beispiel 1: Beschreibung
eines Gegenstandes (Fotoapparat)
Die Hauptbestandteile eines Fotoapparates (siehe Bild
1) sind ein lichtdichtes Gehäuse, ein Objektiv und der Film, auf
dem die Bilder gespeichert werden. Das Objektiv ist ein Linsensystem,
das insgesamt wie eine Sammellinse wirkt. Bei normalen Kleinbildkameras
hat das Objektiv eine Brennweite von 45 mm bis 50 mm. Gegenstände,
die abgebildet werden sollen, befinden sich in der Regel weit außerhalb
der doppelten Brennweite des Objektivs, also weiter als 10 cm vom Objektiv
entfernt. Demzufolge entsteht durch das Objektiv ein verkleinertes, umgekehrtes,
seitenvertauschtes und reelles (wirkliches) Bild.
Beispiel 2: Beschreibung
eines Zustandes (Scharlach)
Die Erkrankung beginnt plötzlich und stürmisch
mit folgenden Symptomen:
- starke Halsschmerzen,
- Husten,
- Erbrechen,
- hohem Fieber,
- Herzrasen und
- Kopf- und Bauchschmerzen.
Die ersten drei Tage ist die Zunge belegt, dann sieht sie himbeerfarben
aus. Meist am zweiten Tag kommt es zu einem ein Ausschlag, der in den
Leisten beginnt und sich dann über den gesamten Körper ausbreitet.
Mund und Kinn werden vom Ausschlag ausgespart. Die vom Ausschlag betroffenen
Hautabschnitte fühlen sich an wie Sandpapier.
Beispiel
3: Beschreibung eines Tieres (Blindschleiche)
Echse, schlangenähnlich, Länge bis 45 cm,
keine Gliedmaßen, lebt an nicht zu trockenen Plätzen, z. B. an
Waldrändern, auf Feldern und Wiesen; bräunlich gefärbt; nachts
und bei großer Hitze verbirgt sie sich unter Steinen oder in der Erde;
gefährdet
