

Griechen siedeln im Mittelmeerraum
Vor rund 3000 Jahren begannen die Griechen
das Mittelmeergebiet zu besiedeln. Und aus den Bauern wurden Seefahrer.
Es waren zunächst die Äoler
(Achäer), dann die Ionier,
später die Dorer, die von weit
her kamen und in dem warmen Klima sesshaft wurden. Die Achäer besiedelten
die Peloponnes und gründeten Mykene. Die griechische Kultur jener
Zeit wird deshalb mykenische
Kultur genannt. Die Burg von Mykene stand auf einem Felshügel
und ist noch heute zu besichtigen. Die mykenische Sozialstruktur wurde
von einem König bestimmt. Dieser regierte in der Ratsversammlung
mit dem Adel das Land. Die Handwerker und Bauern durften in der Volksversammlung
Informationen entgegennehmen, waren aber nicht beschlussfähig.
Trojanischer Krieg: Fantasie und Wirklichkeit
Dass HOMERs Werk und damit der
trojanische Krieg nicht bloße Fantasie ist, belegen neuere Ausgrabungen
in Kleinasien: Man fand Brandspuren und die Überreste unbestatteter
Leichen in der Ausgrabungsschicht Troja VIIa. Und es gibt sogar Hinweise
auf eine jahrelange Belagerung. So fand man große Vorratsbehälter,
auch Spuren von Flüchtlingsbauten zwischen den steinernen Häusern
(Bild 3).
HEINRICH SCHLIEMANN (1822-1890)
verdanken wir die Entdeckung Trojas.
Griechische Stadtstaaten
Seit dem 8. Jahrhundert v. Chr. bildeten sich in den kargen, gebirgigen
Siedlungsgebieten die Polis (der
selbstständige griechische Stadtstaat) heraus. Sie gilt als die Wiege
der Demokratie. Die Polis entstand in Auseinandersetzung mit der Alleinherrschaft
Adliger in der Tyrannis. Die Periode der griechischen Stadtstaaten wird
als griechische Klassik
bezeichnet. Die Vollbürger der griechischen Stadtstaaten bestimmten
über alle öffentlichen Dinge. Der Marktplatz (Agora)
war der öffentliche Raum, in dem die politischen Angelegenheiten
erörtert und entschieden wurden. Die Vollbürger waren an allen
wichtigen Entscheidungen beteiligt und stimmten darüber ab, ob Denkmäler
gebaut oder ob Steuern gezahlt wurden. Sie wählten ihre Beamten und
militärischen Befehlshaber und verbannten jene, die ihnen zu mächtig
erschienen. Ausgeschlossen aus diesem demokratischen System waren jedoch
Nichtbürger (Metöken, Periöken), Frauen und Sklaven.
Peloponnesischer Krieg
Der peloponnesische
Krieg (431-404 v. Chr.) hatte zum Ende der athenischen Hegemonie
in Griechenland geführt. Die Folge waren rund 50 Jahre Krieg um die
Vorherrschaft der griechischen Stadtstaaten in der Ägäis. Mit
PHILIPP II. kam nun ein Mann auf den
makedonischen Thron, der sein Reich einigte und es zum führenden
Staat in Griechenland machte. Die Neuorganisation der makedonischen Armee
durch PHILIPP II. machte es nun auch möglich, sich der griechischen
Stadtstaaten erfolgreich zu erwehren. Sein Sohn, ALEXANDER
DER GROSSE, übernahm auch die neuen Kriegsstrategien seines
Vaters. (Belagerungsmaschinen, "schiefe Schlachtordnung").
Hellenismus
Nach dem Niedergang der Polis (und insbesondere Athens) gab es einen letzten
kulturellen Höhepunkt innerhalb der griechischen Antike. Im Hellenismus
- dem Zeitalter zwischen den Eroberungszügen ALEXANDERS DES
GROSSEN (334 v. Chr.) bis zum Untergang des ägyptischen Ptolemäerreiches
30 v. Chr. - errang das Griechentum noch einmal Weltgeltung. ALEXANDER
hatte Ägypten und den Orient bis nach Indien mit der Zivilisation
Griechenlands verbunden und das größte Weltreich der damaligen
Zeit hinterlassen, als er 323 v. Chr. starb. Nach ihm entstanden die Königreiche
von Ägypten (Reich der Ptolemäer), Syrien (Reiche der Seleukiden)
und Mazedonien.
Erst mit der Eroberung Griechenlands durch die Römer fand der Hellenismus
in Griechenland ein Ende.