



Verfilmungen
SHAKESPEAREs "Hamlet" ist eines der berühmtesten Dramen
der Weltliteratur. Es wird immer wieder gespielt - seit 400 Jahren!
Auch gibt es seit dem 20. Jahrhundert etliche Verfilmungen.
Bereits 1900 gab es den ersten Stummfilm. Später folgten der Film
von 1948 unter der Regie von SIR LAURENCE OLIVIER mit ihm selbst in der
Titelrolle, HELMUT KÄUTNERs Hamlet-Film "Der Rest ist Schweigen"(1959)
und TONY RICHARDSONs "Hamlet" (1969). 1990 spielte MEL GIBSON
die Hauptrolle in FRANCO ZEFFIRELLIs Verfilmung von "Hamlet".
KENNATH BRANAGH verfilmte den Stoff 1996 und spielte hier gleich selbst den
Hamlet.
The Denmark Corporation
Im 21. Jahrhundert kommt Hamlet als Sohn eines Unternehmers daher. ETHAN
HAWKE spielt ihn in der 44. Verfilmung "Hamlet - The
Denmark Corporation" (2000). Die Handlung wird in das New York
des 21. Jahrhunderts versetzt, Hamlet ist ein Videokünstler und Sohn
des eben verstorbenen Präsidenten der Denmark Corporation. Als ihm der
Geist seines Vaters erscheint, weiß er, dass sein vater ermordet
wurde. Hamlet setzt auf Rache. Versehentlich erschießt er den Vater
seiner geliebten Ophelia (Julia Stiles). Ophelia liegt tot im Brunnen,
schließlich gipfelt der Film im Zweikampf zwischen Hamlet und Laertes.
Das Stück
Das Stück schrieb SHAKESPEARE
etwa um 1600. Es wurde am 26. Juli 1602 ins Buchhändlerregister eingetragen.
SHAKESPEARE entnahm den Stoff der von SAXO GRAMMATICUS zwischen 1180 und
1208 verfassten lateinischen Geschichte Dänemarks. Im vierten und fünften
Buch wird von dem jungen Prinzen Amlethus erzählt, der den Mord an
seinem Vater Horwendil rächen muss. Listig täuscht er dem dänischen Hof
und seinem Onkel Fengon Wahnsinn vor, um ungestört an sein Werk gehen
zu können. Doch Fengon erkennt das Spiel und versucht, ihn zum Scheitern
zu bringen. Amlethus kann sich dank seiner eigenen List vor der Gefahr
retten und den Mord an seinem Vater rächen.
Dieser Stoff ist vor SHAKESPEARE bereits dramatisiert worden. Des Autors Verdienst ist es jedoch, hier eine Kriminal- und Liebesgeschichte geschaffen zu haben, die auf die Grundgefühle der Menschen aufbaut: Hamlet agiert gegen Lüge und Täuschung, gegen eine korrumpierte, heuchlerische und in Intrigen verwickelte höfische Welt. Und das ist sie beständige Aktualität des Stückes. Es bedarf dazu nicht eines bestimmten höfischen Milieus, denn die Problematik ist eine sehr bürgerliche.
Inhaltsangabe
Prinz Hamlet kommt von seinem Studium in Wittenberg nach Haus zurück und
findet seinen Vater, den König von Dänemark ermordet vor. Sein Onkel Claudius
heiratet die Mutter und wird neuer König. Hamlet will des Vaters Ehre
wahren, bleibt jedoch unentschlossen. Mutter und Onkel sollen des Komplotts
überführt werden. Versehentlich ersticht Hamlet seinen zukünftigen Schwiegervater,
den Vater Ophelias. Ihr Bruder Laertes muss Rache üben, als Ophelia Selbstmord
begeht. Während eines Duells verletzen sich Laertes und Hamlet mit vergifteten
Waffen. Hamlet ersticht den Onkel. Seine Mutter trinkt vom vergifteten
Wein. Die Tragödie ist vollendet. „Es ist was faul
im Staate Dänemark“ oder, wie es der Übersetzer WIELAND sagte: „Es muß ein verborgnes Uebel im Staat von Dännemark
liegen.“ Das ist einer der berühmtesten Sätze des Stückes.
Ein zweiter fragt nach "Sein oder Nichtsein" und ist wohl am meisten kolportiert worden. PDF
1 zeigt das Stück im Volltext in der Übersetzung Wielands, PDF 2 enthält die Übersetzung August Wilheln Schlegels.
