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Innere Emigration
BARLACH: Als ich von dem Verbot der Berufsausübung bedroht war

Innere Emigration
Am 10. Mai 1933 fand die erste große Bücherverbrennung auf dem Berliner Opernplatz (heute August-Bebel-Platz) statt. Überall im Land erstellte man nun schwarze Listen "verbrennungswürdiger" Bücher.
Bereits kurz nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurden

Bereits 1929 hatte ALFRED ROSENBERG einen "Kampfbund für deutsche Kultur" ins Leben gerufen. Eine ganze Reihe "völkisch" gesinnter Schriftsteller identifizierte sich mit dem nationalsozialistischen Regime und ließ sich von ihm in der 1933 gegründeten Reichsschrifttumskammer protestlos "gleichschalten". Zu ihnen gehörten u. a. HANNS JOHST, ERNST JÜNGER und GOTTFRIED BENN. Mit der Gründung der Reichsschriftumskammer im Oktober 1938 begann eine neue Verbotspolitik in Deutschland. Wer zukünftig seine Werke veröffentlichen wollte, mußte Mitglied dieser Vereinigung sein. Aber auch Verleger, Redakteure und Buchhändler gehörten ihr an.

Definition
Innere Emigration benennt Autoren innerhalb der deutschen Literatur, die 1933 zwar in politischer Opposition zum Nationalsozialismus standen, jedoch nicht ins Exil gingen, sondern mit literarischen Mitteln Widerstand leisteten.

Jene Autoren, die sich zwar vom Nationalsozialismus distanzierten, jedoch für sich den Weg des zurückgezogenen Schreibens in Deutschland selbst wählten, zählen zur sogenannten Inneren Emigration.

Die Autoren entwickelten, waren sie nicht mit einem Schreibverbot belegt, eigene Formen des "Zwischen-den-Zeilen"-Schreibens ("Sklavensprache", "verdeckte Schreibweise"). Sie beriefen sich auf die an der Klassik und der Antike geschulten humanistischen Grundwerte bzw. auf den abendländisch-christlichen Glaubenskanon und die moralischen Konsequenzen dessen.

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