"Liebelei" von ARTHUR SCNITZLER erlebte seine Uraufführung
am 9. Oktober 1895 im Burgtheater in Wien.Theodor und Fritz verleben einen
Abend mit Mizzi und Christine. Fritz ist eine kleine, unverbindliche "Liebelei"
mit Christine Weiring verordnet worden, um seine Liebe zu einer verheirateten
Frau aus der "guten" Gesellschaft zu vergessen. Der betrogene
Ehemann erscheint mit Beweisstücken, einigen Liebesbriefen. Er fordert
Fritz zu einem Duell heraus.
Christine hat sich derweil in Fritz verliebt, auch er ist ihr herzlich
zugetan. Sie verbringen einen gemeinsamen Abend bei Christine. Tags darauf
erfährt sie, dass Fritz bei dem Duell gestorben ist. Er hat sich
"für eine andere niederschießen lassen". Das ist
für Christine Anlass, Selbstmord zu begehen. Sie stürzt sich
aus dem Fenster. Zeitgenossen sagten über den Autor:
"Was nun im besonderen Arthur Schnitzler betrifft, so scheint hier [...] zu bemerken, daß er repräsentativ für eine Epoche, ein Land, eine Monarchie war und ist; daß seine dramatische und epische Leistung mit den lächerlichen privaten Konfessionen und Reportagen der 'jungen Generation' nicht zu vergleichen ist; daß seine Sprache der dichterische Reiz der Melancholie auszeichnet und nicht der blanke, nackte Schimmer einer Tatsachenhäufung und nicht das Rufzeichen-Pathos politischer Anklagen" (JOSEPH ROTH, 1930).