Literaturpreise
Es gibt sowohl internationale als auch nationale Literaturpreise.
Georg-Büchner-Preis
Der Georg-Büchner-Preis
ist der wichtigste deutschsprachige Literaturpreis. Er wurde zur Erinnerung
an GEORG BÜCHNER vom damaligen Volksstaat Hessen gestiftet und zum
ersten Mal am 11. August 1923 verliehen. Preisträger waren bildende
Künstler, Dichter, Schauspieler und Sänger. 1951 wurde er in
einen Literaturpreis umgewandelt und von der Deutschen
Akademie für Sprache und Dichtung sowie dem Land Hessen
und der Stadt Darmstadt verliehen.
Seit 1989 war an den Preis ein Preisgeld von 30000 Euro (urspr. 60000
DM) gebunden. Seit 2002 beträgt das Preisgeld 40000 Euro.
Verleihungsprinzipien sind laut Satzung: "Zur
Verleihung können Schriftsteller und Dichter vorgeschlagen werden,
die in deutscher Sprache schreiben, durch ihre Arbeiten und Werke in besonderem
Maße hervortreten und die an der Gestaltung des gegenwärtigen
deutschen Kulturlebens wesentlichen Anteil haben."
Ingeborg-Bachmann-Preis
Der Ingeborg-Bachmann-Preis ist einer der wichtigsten deutschsprachigen Literaturpreise. Er erinnert an die
österreichische Autorin INGEBORG BACHMANN und wird seit 1977 jährlich
während des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs
vom österreichischen Fernsehen ORF verliehen.
Das Vorbild des Bachmann-Wettbewerbs war der Literaturwettbewerb
der Gruppe 47. Seit 2001 heißt der Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb „Tage
der deutschsprachigen Literatur“. Der Preisträger 2002 war MICHAEL
LENTZ.
Neben dem Bachmann-Preis werden im Wettbewerb die folgenden Preise
verliehen:
Kleist-Preis
Der Kleist-Preis wurde von FRITZ ENGEL
anlässlich des 100. Todestages von HEINRICH VON KLEIST initiiert und von
der zu diesem Zweck gegründeten Kleiststiftung zunächst von 1912-1932 an junge deutsche Autoren/Autorinnen vergeben.
Seit 1985 wurde er neu gestiftet. Die Preissumme wird von der Kultur-Stiftung
der Deutschen Bank und von der Verlagsgruppe
GEORG VON HOLTZBRINCK bereitgestellt.
Heinrich-Böll-Preis
Der Heinrich-Böll-Preis wird seit 1980 von der Stadt Köln verliehen, deren Ehrenbürger der Namensgeber, HEINRICH BÖLL, seit 1985 war. Der Preis ist mit 20000 Euro dotiert. Preisträger waren u.a.: PETER WEISS, GÜNTER DE BRUYN, HANS JOACHIM SCHÄDLICH, CHRISTOPH RANSMAYR und UWE TIMM.
Lessing-Preis
Der Lessing-Preis wird seit 1929
alle vier Jahre aus Anlass des 200. Geburtstages GOTTHOLD EPHRAIM LESSINGs von
der Freien und Hansestadt Hamburg verliehen
(Preissumme 10000 Euro).
Friedenspreis des deutschen Buchhandels
Der Friedenspreis
des deutschen Buchhandels wird seit 1950 alljährlich am Sonntag während der
Frankfurter Buchmesse verliehen. Die Feier findet in der Paulskirche statt, in
der 1848/49 díe deutsche Nationalversammlung tagte. Der Friedenspreis ist
mit 25.000 Mark dotiert. er wird vom Börsenverein
des deutschen Buchhandels gestiftet. 1950 war MAX TAUT erster Preisträger.
Ihm folgten u. a. ALBERT SCHWEITZER, THEODOR HEUSS, Kardinal AUGUSTIN BEA, ERNST
BLOCH, MAX FRISCH, ASTRID LINDGREN, YEHUDI MENUHIN, TEDDY KOLLEK, VACLAV HAVEL,
MARIO VARGAS LLOSA und YASAR KEMAL.
Clemens-Brentano-Förderpreis
für Literatur
Der Clemens-Brentano-Förderpreis
für Literatur wird jährlich von der Stadt Heidelberg vergeben, und zwar - jährlich wechselnd - für die literarischen
Gattungen: Erzählung, Essay, Roman, Lyrik.
Alfred-Döblin-Preis
1979 richtete das Literarische Colloquium Berlin zusammen mit der Akademie der Künste den
von GÜNTER GRASS gestifteten Alfred-Döblin-Preis aus. Erster Preisträger war der Schweizer Autor GEROLD SPÄTH.
Stefan-George-Preis
Der Stefan-George-Preis geht
aus einem Wettbewerb der Heinrich-Heine-Universität
Düsseldorf hervor und ist für junge Übersetzer französischer
Literatur bestimmt.
Friedrich-Gerstäcker-Preis
Der Friedrich-Gerstäcker-Preis wird zum Andenken an den Weltreisenden und Schriftsteller FRIEDRICH GERSTÄCKER
(1816-1872) von der Stadt Braunschweig seit 1947 gestiftet. Gerstäcker hatte seine Jugend und seine letzten Lebensjahre
in dieser Stadt verbracht. Der Preis wird für ein veröffentlichtes Jugendbuch
für Jugendliche ab 12 J. vergeben.
IG-Medien-Literaturpreis
Der IG-Medien-Literaturpreis des Verbandes der Schriftsteller (VS) Berlin-Brandenburg wurde zum ersten Mal am 23. April 2000, dem Welttag
des Buches, vergeben. Der Förderpreis ist mit 2 500 EURO dotiert und
wird alle zwei Jahre für ein unveröffentlichtes bzw. in Arbeit befindliches
Werk verliehen.
Literaturpreis
der Konrad-Adenauer-Stiftung
Seit 1993 wird im Rahmen der Künstlerförderung
der Literaturpreis
der Konrad-Adenauer-Stiftung mit dem Ziel vergeben, "Künstler
und Schriftsteller durch Stipendien zu fördern" bzw. diese "mit
ihren Arbeiten der Öffentlichkeit vorzustellen". Die erste Preisträgerin
war SARAH KIRSCH