











Der Arzt und Begründer der Psychoanalyse SIGMUND FREUD war einer der einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts. Er wirkte mit seinen Ideen nicht nur auf medizinische Bereiche, sondern prägte auch Philosophen, Literaten und Literaturwissenschaftler, Maler, Musiker, aber auch Soziologen und Psychologen. Ebenso, wie er verehrt wurde, wurde er angefeindet und kritisiert.
"Psychoanalyse ist jene Geisteskrankheit, für deren Therapie sie sich hält" (KARL KRAUS 1913).Kindheit und Jugend
SIGISMUND wurde von der Mutter nahezu vergöttert (sie nannte ihn "mein goldiger Sigi") und auch der Knabe selbst liebte seine Mutter außerordentlich. Die Beziehung zum patriarchalischen Vater, der bei SIGISMUNDs Geburt bereits Großvater war, hingegen gestaltete sich eher schwierig. Später (1897, in einem Brief an WILHELM FLIESS: Verliebtheit FREUDs in seine Mutter bei gleichzeitiger Eifersucht gegen den Vater) würde FREUD dieser Konstellation die Bezeichnung Ödipuskomplex geben.
Das Leben der Familie FREUD in Wien, der Hauptstadt der damaligen österreichisch-ungarischen
k.u.k. Monarchie, gestaltete sich für den Jungen nicht eben freundlicher.
Die Familie hatte sich in der bis 1669 überwiegend von Juden bewohnten Leopoldstadt, in der Wohlmutstraße,
niedergelassen. Noch 1923 wohnten 38,5% Juden im Stadtbezirk.
Zwar hatten Wiens jüdische Bewohner nun eben das Bürgerrecht
erworben (das österreichische Staatsgrundgesetz
vom 21. Dezember 1867 gestand den Juden vollständige bürgerliche
und politische Freiheit zu), jedoch waren die Vorbehalte der christlichen
Wiener gegen Juden doch nicht eben gering. So musste der junge SIGISMUND
bei einem Spaziergang mit dem Vater erleben, wie jemand zum Vater sagte: "Runter vom Gehsteig, Jude!".
Ersten Unterricht erhielt FREUD bei der Mutter. Mit neun Jahren wurde
er ins Leopoldstädter Communal-Realgymnasium eingeschult. Er war ein sehr
fleißiger Schüler und konnte es mit dem Prädikat summa
cum laudae abschließen. Mit 17 Jahren,1873, begann FREUD
ein Studium der Medizin.
Er entschloss sich zu diesem Studium, nachdem er einen Vortrag von CARL
BRÜHL über GOETHE gehört hatte und belegte Zoologie bei CARL CLAUS (1835-1899), Physiologie bei ERNST WILHELM
VON BRÜCKE (1819-1892) und Philosophie bei FRANZ VON BRENTANO.
Erste Jahre als Medizinier
Von 1876 bis 1881 arbeitete FREUD am Wiener Physiologischen Institut bei
BRÜCKE, u. a forschte er zur Funktionsweise des Nervensystems. BRÜCKE
wurde sehr prägend für den jungen Studenten. FREUD ging, wie
sein Lehrer, davon aus, dass im Organismus keine anderen Kräfte
als physikalisch-chemische wirksam
seien. Das wirkte sich auf seine späteren Auffassungen aus.
Seit 1877 nannte er sich SIGMUND
FREUD. In diesem Jahr erschien auch seine erste wissenschaftliche
Abhandlung unter dem Titel "Beobachtungen über
Gestaltung und feineren Bau der als Hoden beschriebenen Lappenorgane des
Aals". 1880 leistete er seinen einjährigen Militärdienst
ab und promovierte am 30. März 1881 zum Doctor medicinae (Dr.
med.) Sein Thema lautete: "Über das
Rückenmark niederer Fischarten."
Wirkung von Kokain
Er wurde Aspirant und kurze Zeit später Sekundararzt am Wiener Allgemeinen
Krankenhaus, wo er z. B. "Eine neue Methode zum
Studium des Faserverlaufs im Centralnervensystem" beschrieb.
Unter THEODOR MEYNERT arbeitete FREUD in der Psychiatrie. Hier widmete
er sich 1884-1885 im Laboratorium von SALOMON STRICKER der therapeutischen Wirkung von Kokain, u. a.
im Selbstversuch. Er wollte herausfinden, ob diese Droge Depressionen
heilen könnte. Zwar konnte er nachweisen, dass Kokain als Lokalanästhetikum
eingesetzt werden kann (u. a. erste Lokalanästhesie mit Kokain und
chirurgischer Eingriff am Auge eines Patienten durch CARL KOLLER), eine
Heilung von Morphinismus (Drogensucht) durch Kokain scheiterte jedoch.
1885 habilitierte FREUD und arbeitete
seit September als Privatdozent für Neuropathologie an der Universität
Wien. Im Oktober reiste er mit einem Stipendium nach Paris zu JEAN-MARTIN CHARCOT (1825-1893), Professor der Pathologischen
Anatomie am Collège de France, wo er an der Nervenklinik Salpêtrière
Frauen mit seelischen Erkrankungen ohne organischen Befund (Hysterien)
beobachtete. Er wollte nun Behandlungsmethoden bei Hysterie entwickeln.
FREUD heiratet MARTHA BERNAYS
1882 hatte FREUD MARTHA BERNAYS (1861-1951) kennengelernt,
mit der er sich am 17. Juni 1882 verlobte. Am 13. September 1886 heiratete
FREUD die aus einer bedeutenden deutsch-jüdischen Familie entstammende
MARTHA, die seit 1882 in Wandsbek bei Hamburg wohnte. Mit MARTHA hatte
FREUD sechs Kinder.
Schon am 25. April 1886 hatte er seine Praxis eröffnet, arbeitete
aber teilweise noch im Ersten Öffentlichen Kinder-Krankeninstitut
des Wiener Professors für Kinderheilkunde MAX KASSOWITZ (1842-1913),
wo er bis 1897 die neurologische Abteilung leitete.
1891 war FREUD in die Berggasse 19 umgezogen, wo er bis zur Emigration nach London 1938 blieb. Hier in der Berggasse richtete er nun auch seine Praxis ein.
Psychoanalyse
Seit seinem Paris-Aufenthalt beschäftigte
sich FREUD mit dem Phänomen der Hysterie. 1889 reiste er deshalb
nach Nancy zu AUGUSTE AMBROISE LIÉBEAULT (1823-1904) und HIPPOLYTE
BERNHEIM (1837-1919), und beim befreundeten Wiener Physiologen und
Internisten JOSEF BREUER (1842-1925) lernt er dessen Patientin "Anna
O." kennen, die an schweren hysterischen Symptomen litt. Mit
BREUER versuchte er, die Hypnose als Behandlungsmethode einzusetzen. In der Hypnose sollte der Patient sich seiner traumatischen
Erfahrung erinnern und durch Katharsis überwinden. Gemeinsam veröffentlichten sie "Über
den psychischen Mechanismus hysterischer Phänomene" und "Studien über Hysterie" (1895).
Vor allem letztere Schrift gilt als Geburtsstunde
der freudschen Psychoanalyse,
deren Betätigungsfeld das unbewusste Seelenleben ist. Hypnose als
Therapiemittel gab FREUD aber bald auf, konzentrierte sich auf die sogenannte freie Assoziation des Gedankenflusses seiner Patienten. Bei der Untersuchung
des Unbewussten stieß er auf die beiden Mechanismen Verdrängung
und Widerstand. Der Patient verdränge die Erinnerung an schmerzliche
Erlebnisse und wehre sich gegen das Erinnern angstvoll.
Seit 1897 hatte sich FREUD in einer Art Selbstanalyse mit seinen Träumen beschäftigt. 1900 erschien "Die Traumdeutung" (PDF 1) als "Königsweg zum Unbewussten". In diesem Werk führte FREUD grundlegenden Begriffe der frühen Psychoanalyse ein: Hier unterschied FREUD
Anteile der Persönlichkeit.
Er sah den Traum als Produkt eines Triebwunsches an, im Traum würden verdrängte und tabuierte Wünsche sich
ins Bewusstsein drängen. Als Aufgabe des Therapeuten nahm er an,
die Botschaft der Träume herauszufiltern und zu entschlüsseln,
um so eine Heilung der psychischen Störung zu erreichen.
Wichtigstes Utensil FREUDs bei der Behandlung von Patienten wurde die Couch.
FREUD definierte den Begriff Psychoanalyse folgendermaßen:
"Psychologische Mittwoch-Gesellschaft"
1902 wurde FREUD von Wiener Ärzten, dem späteren Begründer
der Individualpsychologie ALFRED ADLER (1870-1937), RUDOLF REITLER,
MAX KAHANE und WILHELM STEKEL (1868-1940) gebeten, mit ihnen über
seine Forschungen diskutieren zu dürfen. Daraus entstand sie sogenannte
"Psychologische
Mittwoch-Gesellschaft" die sich regelmäßig im Wartezimmer
in der Berggasse 19 zu ihren Diskussionsrunden traf und aus
der die spätere " Wiener Psychoanalytische Vereinigung"
hervorging. Hier lernte er auch CARL GUSTAV JUNG (1875-1961), SÁNDOR
FERENCZI (1873-1933) und den späteren Philosophen und Literaturwissenschaftler
OTTO RANK (1884-1939) kennen. Viele dieser Männer wurden zu
seinen "Jüngern". Die Mittwoch-Gesellschaft führte
dazu, dass FREUDs Lehre auch außerhalb Wiens und Österreichs
Verbreitung fand und er international anerkannt wurde.
In "Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie" (1905) führte FREUD weitere zentrale Begriffe ein:
FREUD deutete die Entwicklung vom Kleinkind bis zum Erwachsen als sechs Phasen der psychosexuellen Entwicklung.
Begriff der "Libido"
In den Zwanzigerjahren kamen zu den zentralen Begriffen drei weitere
hinzu:
"Es" als das Unterbewusstsein, das Angeborene, die Triebe,
das "Ich" als Vermittlungsinstanz zwischen dem "Es" und der Außenwelt und
das "Über-Ich" als die dem Individuum auferlegten Normen und Verhaltensmuster, als Moral-Instanz (vgl. PDF 2).
Das Es produziert dabei die sogenannte Libido.
Dieser Begriff wird zum Kern der Psychoanalyse. Er bedeutet, dass das
Unterbewusstsein verantwortlich ist für Spannung, Lustansprüche
und Trieb. Mund, After und Genitalien sind die Bereiche erogener Zonen,
in denen die Libido auftritt.
Das Ich ist der Ort der Konflikte. Wenn die Ansprüche des Es mit
der Wirklichkeit kollidieren, entsteht Angst, diese wird zumeist durch
Verdrängung gelöst.
Das Über-Ich = Gewissen ist der
Bereich der moralischen Instanz des Individuums. Es wird durch Verbote
und Gebote der Gesellschaft geprägt.
FREUD und C.G. JUNG
Zwischen FREUD und C.G. JUNG (1875-1961),
Begründer der analytischen Psychologie, der sich unter teleologischem
Aspekt der Psychologie näherte, begann im Jahr 1906 der Briefwechsel,
zum ersten Mal trafen sich die beiden 1907. Auch für JUNG war der
Traum der wichtigste Wegweiser zum Unbewussten. Jedoch erweiterte er den
Begriff des Unbewussten auf das kollektive
Unbewusste (Tiefenpsychologie). Nicht die "Libido" war
der Schlüssel zum Unbewussten, sondern die Archetypen als Personifikation unbewusster Komplexe, Urbilder, die man tief in seinem
Unterbewusstsein bewahrt. JUNG führte die Kategorien "Schaffensbedürfnis"
und das Bedürfnis der "Selbstverwirklichung" ein. Er setzte
zudem auf die Selbstheilungskraft des Individuums. Damit befand er sich
im Widerstreit zu FREUD, seit 1913 trennten sich deshalb ihre Wege. In
seinem Buch "Zur Geschichte der psychoanalytischen Bewegung"
(1914) distanzierte sich FREUD von seinen einstigen Mitstreitern JUNG
und ADLER, der 1911 aus der "Wiener Psychoanalytischen Vereinigung"
ausgetreten war.
Das Geheime Komitee
Das Geheime Komitee war eine Reaktion auf das
enttäuschende Verhalten JUNGS und ADLERS, der ehemaligen Epigonen
FREUDS. Aufgabe des Komitees war es, die Reinheit
der Lehre zu hüten. Seine Gründung kam auf Initiative
von ERNEST JONES (1879 -1958), dem einzigen "offiziellen"
Biographen des Psychoanalytikers, zustande, obwohl FREUD ihm in einem
Brief von 1912 gestand:
"Die Idee einer geschlossenen kleinen Truppe, die wie die Paladine Karls des Großen das Reich und die Politik ihres Herrn zu schützen hatte, ist ein Produkt meiner eigenen Romantik gewesen" (FREUD).
Erste Mitglieder waren die "Jünger" FERENCZI, RANK, HANNS SACHS (1881-1947), KARL ABRAHAM (1877-1925) und JONES. 1919 nahnm das Komitee als sechstes Mitglied MAX EITINGON (1881-1943) auf. Auch FREUDS Tochter ANNA FREUD (1895-1982), die Begründerin der Kinderanalyse, fand 1924, nach dem Ausscheiden OTTO RANKS, Aufnahme in den Geheimbund. Alle Mitglieder des Komitees erhielten von FREUD einen Siegelring.
Verbreitung der Psychoanalyse
In Salzburg fand 1908 der Erste Kongress
für "Freudsche Psychologie" statt. C. G. JUNG redigierte
das auf dem Kongress gegründete Periodikum "Jahrbuch für
psychoanalytische und psychopathologische Forschungen", FREUDs Buch
"Über infantile Sexualtheorien" erschien, in dem er das
Konzept des Kastrationskomplexes behandelte. 1909 führte ihn eine
Vortragsreise in die USA. Auf dem Zweiten Internationalen Psychoanalytischen
Kongress in Nürnberg wurde die "Internationale Psychoanalytische
Vereinigung" gegründet. ADLER und STEKEL redigierten seitdem
das neue "Zentralblatt für Psychoanalyse", aus der 1912,
nach dem Abtrünnig-Werden der beiden einstigen Epigonen, die "
Internationale Zeitschrift für ärztliche Psychoanalyse"
unter den Geheimbund-Mitgliedern FERENCZI, JONES und RANK wurde. Hier
erschien erstmals FREUDs kulturtheoretisches Werk "Totem und Tabu"
in Fortsetzungen (als Ganzschrift 1913).
1915 begann FREUDs Vorlesungsreihe, die als "Vorlesungen zur Einführung
in die Psychoanalyse" veröffentlicht wurden.
1923 stellte man bei FREUD Gaumenkrebs fest. Er unterzog sich der ersten
Operation, der bis 1939 dreißig weitere folgen.
Freud und die Schriftsteller
FREUD lebte im "fin-de-siècle".
Mit seinen Schriften machte er vor allem unter Literaten
des Impressionismus auf sich aufmerksam. Seit dem Ersten Weltkrieg
hatte FREUD seine Untersuchungen auf Mythologie, Religion, Kunst, Literatur,
Kultur, Ästhetik und Gesellschaft ausgedehnt (u. a. in seinen Werken
"Der Dichter und das Phantasieren", 1908, "Das Unbehagen
in der Kultur", 1929, "Der Mann Moses und die monotheistische
Religion", 1939).
Er pflegte Kontakte zu vielen Schriftstellern.
1915 besuchte RAINER MARIA RILKE (1875-1926) den Psychoanalytiker in Wien.
Die beiden hatten sich 1912 auf dem psychologischen Kongress in München
kennengelernt, an dem RILKE mit der Vertrauten ANNA FREUDs, der Schriftsellerin und Psychoanalytikerin LOU ANDREAS-SALOMÉ
(1861-1937), teilgenommen hatte.
1929 veröffentlichte ARNOLD ZWEIG (1887-1968) seinen Essay "Freud und der Mensch", worin er FREUD als Befreier von religiösem und pathologischem Terror feierte. THOMAS MANN (1875-1955) hatte FREUDs Werk "Totem und Tabu" als "allen großen Beispielen deutscher Essayistik verwandtes und zugehöriges Meisterstück" bezeichnet. Er besuchte FREUD 1932. 1936 hielt er anlässlich des 80. Geburtstages FREUDs im Wiener Konzerthaus die mit STEFAN ZWEIG (1881-1942) verfasste Festrede "Freud und die Zukunft".
Eine Geburtstagsadresse unterschrieben PABLO PICASSO, ROBERT MUSIL, HERMANN BROCH, JAMES JOYCE, FRITZ BUSCH, SALVADOR DALI, ALFRED DÖBLIN, ANDRÉ GIDE, H.G.WELLS, HERMANN HESSE, PAUL KLEE, THOMAS MANN, ROMAIN ROLLAND, FRANZ WERFEL, VIRGINIA WOOLF und STEFAN ZWEIG.
STEFAN ZWEIG hatte 1931 seine Studie über FREUD "Heilung durch den Geist" veröffentlicht. 1939 erklärte er rückblickend:
"Ich habe einen wahrhaft Weisen gesehen; ich habe Sigmund Freud gekannt".
(Gedenkrede am Sarge Sigmund Freuds in London)
Bereits 1935 hatte FREUD auf Bitte des Fischer-Verlages eine Festschrift zu THOMAS MANN veröffentlicht. Auch HERMANN HESSE war gewissermaßen "Freudianer". Bereits 1918 schrieb er "Künstler und Pychoanalyse" für die Frankfurter Zeitung.
Der amerikanische Schriftsteller THORNTON WILDER besuchte FREUD und diskutiert mit ihm über die Schwierigkeit zwischen moderner Kunst und Psychoanalyse Bezüge herzustellen.
Letzte Lebensjahre
1930 erhielt FREUD den Goethepreis in Frankfurt am Main, von dem er sagte: "Es war
der Höhepunkt meines bürgerlichen Lebens ...". In
Wien starb seine Mutter.
Nachdem HITLER die Reichskanzlerschaft in Deutschland angetreten hatte,
korrespondierte FREUD mit ALBERT EINSTEIN über die Frage "Warum
Krieg?" Die Bücher der beiden Denker werden neben denen THOMAS
und HEINRICH MANNs, bei nationalsozialistischen Bücherverbrennungen
verbrannt.
1935 wählte die British Royal Society of Medicine FREUD zum Ehrenmitglied.
Am 12. März 1938 marschierten deutsche Truppen in Österreich ein, der österreichische Kanzler SCHUSCHNIGG wurde zum Rücktritt gezwungen. Es folgen Wohnungsdurchsuchungen und wahllose Verhaftungen. Man durchsuchte FREUDs Praxis, verhaftete seine Tochter ANNA. Der prominente Psychoanalytiker und seine Familie erhielten Visa zur Einreise nach Großbritannien. Am 4. Juni verlässt die Familie Wien und fährt über Paris nach London, wo sie am 6. Juni eintrifft. Am 23. September 1939 starb FREUD in London.
Werke FREUDs sind (Auswahl):
