Das Verlaufsprotokoll
ist im Vergleich zu den anderen Arten des Protokolls am umfangreichsten.
Der Ablauf einer Versammlung, einer Konferenz, einer Diskussion, einer Unterrichtsstunde
soll so genau wie möglich wiedergegeben werden, entsprechend der Tagesordnung
in chronologischer Reihenfolge. Die Redner werden namentlich genannt, der
Inhalt ihrer Beiträge in Stichpunkten zusammengefasst. Wichtige Zitate
- Vorschläge, Argumente, Einwände, Ablehnungen - können
im genauen Wortlaut (direkte Rede) oder in indirekter Rede niedergeschrieben werden.
Das Protokoll ermöglicht es den Teilnehmern, aber auch Nichtanwesenden
nachzuvollziehen, wie es zu bestimmten Beschlüssen oder Ergebnissen
gekommen ist.
Der Verlauf einer Konferenz wird in Protokollform mitgeschrieben. Bestimmende
Zeitform ist das Präsens.
Protokoll über die 3. Versammlung der
Schülerkonferenz
vom .......... (Datum)
Ort: Aula der 2. Gesamtschule
Zeit: 15 Uhr
Teilnehmer/innen:
Mario S. (9a), Tina W. (10 c), Julia B. (8a), Sina H. (7a),
Sebastian E. (7c), Mirko O. (9b), Marie M. (8c), Michael F. (7b), Tom R.
(10a)
Uwe K. (10 b), Frau J., Herr L.
Entschuldigt fehlen: Sven S. (9c) und
Jan N. (8b).
Versammlungsleiterin: Tina W.
Protokollantin: Julia B.
Tagesordnung:
| 1. | Gewalt auf dem Schulhof? - Unser täglicher Umgang miteinander |
| 2. | Fühlen wir uns wohl in unserer Schule? - Lern- und Lebensbedingungen |
| 3. | Vorbereitung des Schulfestes |
| 4. | Sonstiges - weitere Probleme, Beschwerden |
| 5. | Organisatorisches |
Verlauf:
1. Gewalt auf dem Schulhof?
Sina und Sebastian schildern, wie sie sich als neue
Schüler unserer Schule fühlen. Beide haben vor allem in den
ersten Wochen erlebt, dass sie von älteren Schülern angepöbelt
wurden. Sebastian: "Ich habe mich nicht mehr auf den Schulhof getraut."
Sina: "Mich stört vor allem, dass die Großen auf dem Schulhof
rauchen, Angst habe ich jetzt aber keine mehr."
Tina fordert zu Vorschlägen auf, was verbessert werden muss im Umgang
mit jüngeren Schülern.
Mirko: Einige ältere Schüler könnten als Ansprechpartner
in Problemsituationen für die jüngeren bestimmt werden. ...
Tina: Lehrer sollten Rauchverbot konsequent durchsetzen.
Beschluss:
- Bildung einer Gruppe "Für eine stressfreie Pause",
die sich um die Neuen sorgt, Streit schlichten und bei Problemen hilft,
in dieser Gruppe sollen Vertreter der Klassen 8 bis 10 sein.
- Alle Teilnehmer sind damit einverstanden.
2. Lern- und Lebensbedingungen in unserer
Schule
Tina: "Fühlen wir uns wohl in unserer Schule?" - fordert
zur Diskussion auf
| Pro: | Kontra: |
| Sina: freundlicher Umgangston, die meisten Lehrer sind nett und verständnisvoll | Julia: Schulhaus wirkt langweilig Mario: schlechter Zustand der Toiletten |
| ................. | .......................... |
Vorschläge zur Verbesserung:
Julia: "Vielleicht können wir im Kunstunterricht Entwürfe
machen für eine lustige, freundliche Gestaltung des Schulhauses."
- Zustimmung von Frau J. (Kunstlehrerin)
Mirko schlägt vor, dass die Umgestaltung des Schulhauses ein Projekt
der nächsten Projektwoche sein könnte.
Beschluss: Gründung einer Arbeitsgruppe
"Projekt Schulhausgestaltung" mit Vertretern aller Klassenstufen
und Erarbeitung einer Konzeption.
Abstimmungsergebnis: 11 dafür, 2 Enthaltungen
3. Vorbereitung des Schulfestes
Mario und Herr L. stellen die bereits erarbeitete Konzeption
vor.
Ergebnis: Konzeption für das Schulfest mit 12 Stimmen bei einer Gegenstimme angenommen. Keine Stimmenthaltungen.
4. Probleme/Beschwerden
Julia: "Manche Lehrer beenden nicht pünktlich
den Unterricht, sodass die Schüler das Mittagessen nicht schaffen."
Sina: "Das Mittagessen ist oft nicht schmackhaft."
Frau J.: "Nach der großen Pause gleicht der Schulhof einem
Müllplatz."
Protest von einigen Schülern: "Übertrieben!"
Tina schlägt vor, folgende Tagesordnungspunkte für die nächste Schülerkonferenz aufzunehmen:
Der Vorschlag wurde mit zwei Gegenstimmen angenommen.
5. Organisatorisches
.....
Unterschrift: Julia B.