Lebensgeschichte
EMILY ELIZABETH DICKINSON wurde
als Tochter eines Anwalts in Amherst, Massachusetts, geboren, wo sie auch
ihre akademische Ausbildung absolvierte. Im Alter von Mitte zwanzig zog
sie sich aus der Öffentlichkeit zurück und verbrachte von da an
den größten Teil ihres Lebens in der Abgeschiedenheit
des väterlichen Hauses. Dort verfasste sie sämtliche ihrer 1.775
Gedichte, die sie zu einer der bedeutendsten Lyrikerinnen werden ließen.
Trotz ihrer selbstgewählten Isolation
nahm sie lebhaften Anteil am Weltgeschehen - wie ihr umfangreicher
Briefwechsel bezeugt.
Literarisches Schaffen
Mit Ausnahme von sieben ohne ihre Zustimmung publizierten Gedichten blieb
DICKINSONS gesamtes Werk zu ihren Lebzeiten unveröffentlicht. Postum
erschienen die Poems (hg. 1890-96) und
The Complete Poems (hg. 1924). Erst 1955 entstand
die erste vollständige Gedichtsammlung, der 1960 eine zweite Gesamtausgabe
folgte.
DICKINSONS Lyrik verbindet präzise Beobachtungen
von Alltag und Natur mit oft ekstatisch-metaphysischen Motiven. Sie verarbeitet
Einflüsse der metaphysical
poets des 17. Jahrhunderts, deren mystisch-getönte Dichtung sich
durch Ironie, Satire und eine facettenreiche Bildersprache auszeichnet.
Ihre Gedichte setzen sich aber auch mit der puritanischen
Tradition Neuenglands auseinander. Anregungen gewann DICKINSON zudem
von den Transzendentalisten, einer kulturellen
und sozialen Reformbewegung, die zwischen 1836-60 in den USA exisitierte.
Wegen ihrer unkonvetionellen Form nimmt DICKINSONS Lyrik allerdings auch
Tendenzen des 20. Jahrhunderts vorweg.
Ihre Sprache zeichnet sich durch höchste
Konzentration, elliptische Verkürzungen, ironische Anspielungen und
Paradoxa aus. Reim und Metrum der meist kurzen Gedichte sind unregelmäßig,
aber ausdrucksstark. Aufgrund ihrer präzisen bildlichen Darstellung
wird DICKINSON auch als Vorläuferin des Imagismus gehandelt. Dieser zwischen 1912 und 1917 maßgeblich von EZRA POUND
geprägte Stil konzentrierte sich auf die unmittelbare Bildwirkung
der Sprache. Ebenso modern sind auch
die Inhalte ihrer Gedichte: Sie setzen
sich intensiv mit existenziellen
Grenzzusständen wie Sehnsucht, Schmerz, Einsamkeit und Tod
auseinander. Als zentrales Thema sticht die Angst vor dem Sterben und
deren Überwindung hervor.
Ihre Sprache zeichnet sich durch höchste Konzentration, elliptische Verkürzungen, ironische Anspielungen und Paradoxa aus. Reim und Metrum der meist kurzen Gedichte sind unregelmäßig, aber ausdrucksstark. Aufgrund ihrer präzisen bildlichen Darstellung wird DICKINSON auch als Vorläuferin des Imagismus gehandelt. Dieser zwischen 1912 und 1917 maßgeblich von EZRA POUND geprägte Stil konzentrierte sich auf die unmittelbare Bildwirkung der Sprache. Ebenso modern sind auch die Inhalte ihrer Gedichte: Sie setzen sich intensiv mit existenziellen Grenzzusständen wie Sehnsucht, Schmerz, Einsamkeit und Tod auseinander. Als zentrales Thema sticht die Angst vor dem Sterben und deren Überwindung hervor.
In der Verknüpfung von individuellem Erleben, Einsamkeit und menschlicher Grunderfahrung fügt sich DICKINSONS Lyrik thematisch in den Rahmen der klassisch-amerikanischen Literatur des 19. Jahrhunderts ein.
Werke
Weitere Werke DICKINSONS sind:
The Single Hound (hg. 1914)
Further Poems (hg. 1929)
Unpublished Poems (hg. 1932)
Bolts of Melody (hg. 1945)
Letters (hg. 1958)
The Manuscript Books (hg. 1981)