Mit dem
aus
dem Griechischen abgeleiteten Begriff
"Idiom"
wird eine
feste Redewendung bezeichnet.
In jeder Sprache gibt es für unterschiedliche Gesprächssituationen
jeweils feststehende Phrasen. Für eine bestimmte Aussage, z. B.
das Verabreden eines Termins, existieren zahlreiche Ausdrucksmöglichkeiten.
Die jeweilige
Wortwahl hängt
nicht zuletzt von der situativen Angemessenheit ab, also davon, wie höflich
(polite), formell
(formal)
oder offiziell bzw. wie informell
(informal)
sich der Sprecher ausdrücken kann und möchte, um seine Sprechabsicht
zu erreichen.
Generell gilt: Je
offizieller
und wichtiger die Situation, desto mehr Wörter werden verwendet. Man
formuliert am besten zurückhaltende Fragen oder Aussagen, die dem Gegenüber
immer eine ebenso höfliche Ablehnung ermöglichen. Dabei wird der
Konjunktiv gegenüber dem Indikativ
bevorzugt. Das Personalpronomen I sollte möglichst nicht am Anfang
stehen, allenfalls in Phrasen wie
I wonder
I'm afraid
Sinnvoll ist auch die häufige Verwendung von
maybe
und
please sowie das Anfügen von
sorry
und
thank you. Bei den Verben dominieren
educated
words, also Wörter fremdsprachigen, meist lateinischen Ursprungs.
Je
vertrauter
die Gesprächspartner sind, desto kürzer, direkter und zweckmäßiger
kann die Formulierung ausfallen (z. B. bei Nachricht auf einem Anrufbeantworter
-
answering machine). Natürlich kann
auch in einer
informellen Gesprächssituation
eine formelle Phrase verwendet werden, da sie ebenso verständlich,
aber in einem solchen Kontext nicht notwendig ist.
Idiomatische Wendungen
zu beherrschen, stellt eine große Herausforderung für den fortgeschrittenen
Lerner dar. Mit der Aneignung und Anwendung neuer Phrasen beginnt die vertiefte
Auseinandersetzung mit der Fremdsprache und der Spaß, sie zu ergründen!