

Brainstorming
Als Gruppenaktivität zur Ideenfindung wurde das Brainstorming
1953 von ALEX F. OSBORNE in den USA entwickelt. Mit dem nachfolgend skizzierten
Ablauf sollen Verhaltensweisen gefördert werden, die Barrieren abbauen
und kreatives Verhalten fördern, ohne gruppendynamischen Zwängen
zu erliegen. Die Angaben zur Teilnehmerzahl schwanken in der Literatur
zwischen vier bis 20 Personen. Bei großen Gruppen können gegebenenfalls
Untergruppen gebildet werden.
Die Rahmenbedingungen:
| Tageszeit | möglichst in den Phasen größter Aktivität (9 bis 13 oder 16 bis 20 Uhr) |
| Dauer | zwischen fünf und 30 Minuten |
| Ablauf | Spielregeln festlegen und vorstellen |
Die Spielregeln:
Die Gruppe entscheidet, ob es eine/n Leiter/in geben soll.
Wenn ja,
Das Protokoll
Der Verlauf des Brainstorming kann in einem
Protokoll festgehalten werden, das von ein bis zwei nicht kreativ mitwirkenden
Personen verfasst werden sollte. Die Protokollführer halten die geäußerten
Ideen anonym fest (z. B. auf Karten, Tafel oder Flipchart) und nummerieren
sie anschließend.
Auswertung:
Ein Brainstorming liefert nur Rohmaterial,
das in anschließenden Schritten strukturiert und gewichtet werden
muss.
| Vorteile der Methode: | Nachteile der Methode: |
| Leicht zu erlernen | Gruppe darf nicht zu groß sein |
| Keine Hilfsmittel erforderlich | Selbstdarstellung Einzelner ist schwer zu unterbinden |
| Informelle Führerschaft durch Leute, die schneller oder besser formulieren können, ist schwer zu verhindern |
Mind Mapping
Der schlecht ins Deutsche zu übersetzende Begriff des Mind
Mapping wurde in den 70er-Jahren von TONY BUZAN geprägt.
Ausgehend von neueren Erkenntnissen der Hirnforschung über die zwei
unterschiedlichen Denkmodi des Gehirns entwickelte er eine Arbeits- und
Darstellungsmethode, die gleichermaßen für die rechte wie für
die linke Hirnhemisphäre geeignet ist, indem sie sprachlich-logisches
mit intuitiv-bildhaftem Denken verbindet.
Die linke Hirnhälfte ist bei den meisten Menschen zuständig
für rationales Denken, Logik, Sprache, Zahlen, Linearität und
Analyse, die rechte für Raumwahrnehmung, Phantasie, Farbe, Rhythmus,
Gestalt, Mustererkennung.
Das Denken verläuft nicht linear, sondern stellt einen komplexen Prozess dar, bei dem im Gehirn ständig neue - durch Schlüsselwörter hervorgerufene - Assoziationen und Strukturen gebildet werden. Durch Verknüpfungen mit anderen, bereits bekannten Wissensgebieten lässt sich die Informationsvernetzung im Gehirn optimieren.
Ablauf eines Mindmapping
Die Verwendung eines DIN A4-Blattes in Querformat ist bereits der erste
Schritt zum Querdenken.
Das zentrale Thema steht in der Mitte, die zugehörige Gedanken und
Schlüsselwörter
werden auf die Verzweigungen geschrieben. Als Schlüsselwörter
können Eindrücke, Gefühle, Ideen notiert werden. Hierbei
kommt es auf die intuitive Wortwahl an.
Die Struktur einer fertigen Mindmap ist der
eines Baums sehr ähnlich. Besonders bewährt hat sich die Bogentechnik.
Anschließend können noch farbliche Zuordnungen (nach inhaltlichen
oder zeitlichen Kriterien) erfolgen.
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Mindmaps eignen sich
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als strukturierende Notiztechnik
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als Kreativitätstechnik
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Vorbereitung von Präsentationen
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Themenentwicklung und Stoffsammlung für Referate/Vorträge
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Visualisierung von Inhalten zwecks Präsentation
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Entwickeln von Problemlösungsstrategien
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Sitzungsprotokoll
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Projektplanung
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Redemanuskript
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Vorlesungsmitschrift
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Gliederungen
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Strukturierung von Brainstormings
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Inzwischen gibt es auch Kreativ-Software wie Mindjet, mit deren Hilfe Sie elektronisch Mindmaps erstellen und bearbeiten können.
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Vorteile der Methode
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Nachteile der Methode
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Individuell, da Assoziationen zu einem Schlüsselwort
von verschiedenen Personen unterschiedlich sein können
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Zu strukturiert für chaotische Ideenproduktion
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Komplexe Betrachtung eines Sachverhalts wird ermöglicht |
Der Ideenfluss wird durch gleichzeitige Sortierungsversuche
behindert
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Die Kärtchenabfrage
Die Kärtchenabfrage
ist eine Gruppenaktivität und hat sich vor allem bei der Erarbeitung
von Lösungsstrategien und der Erschließung komplexer Themenbereiche
bewährt. Häufig steht sie am Anfang einer Unterrichtseinheit
und dient der Strukturierung des neuen Themas. Sie kann aber auch bei
der Planung bestimmter Vorhaben (Ausflug, Schulfeier usw.) eingesetzt
werden. Ideal ist sie für die Absprache zur Themen- und Arbeitsverteilung
innerhalb einer Arbeitsgruppe, da auf diese Weise unkompliziert Interessen
und Vorkenntnisse von Teilnehmern ermittelt werden können, so dass
die Lerngruppe die Gestaltung des Lernprozesses selbst übernimmt.
Die Kärtchenabfrage fördert nicht nur das kreative Arbeiten, sondern stärkt zusätzlich die Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler beim Aneignen neuer Inhalte. Die Fragen werden in Einzelarbeit notiert, während die Auswertung in Gruppen bzw. in der gesamten Klasse übernommen wird.
Was Sie benötigen (pro Gruppe):
Ablauf