Literarisches Schaffen
In seinem ersten Roman Fever Pitch, der 1996
verfilmt wurde, erzählt HORNBY von seinen Erinnerungen als Fan
des Londoner Fußballclubs FC Arsenal. Er zeichnet auf diese Weise sein privates
Leben, die Scheidung seiner Eltern, Beziehungsprobleme
und anderen persönlichen Schwierigkeiten nach. Die Liebe zum Fußball
erscheint als Konstante in seinem Leben, auch hier gibt es Siege und Niederlagen.
Erzählt wird die eigentlich tragische Geschichte auf humorvolle und
unterhaltsame Art und Weise. Das Buch öffnete den Weg für weitere
Romane von Männern, die sich in diesem Genre erstmalig mit privaten
Erfahrungsberichten an die Öffentlichkeit
begaben und ihre Gefühle äußerten. HORNBY gelang es, diese
Gefühle sprachlich in typisch "männliche" Domänen
wie Fußball und Plattensammlungen geschickt zu verweben.
Auch die Romane High Fidelity (1995) und About a Boy (2000) handeln von Männern in den Zwanzigern bzw. Dreißigern, die dabei sind, sich ihren Platz im Leben zu suchen. Diese sind meistens ein wenig verrückt und halten Ausschau nach großen Gefühlen, die in ihrem eher durchschnittlich verlaufenden Leben (in dem sich die Leser leicht wiedererkennen können) nur schwer zu finden sind. Das Ganze wird von HORNBY wie bereits in Fever Pitch humorvoll erzählt, ist aber zugleich auch sehr realistisch.
High Fidelity beginnt damit,
dass die erzählende männliche Ich-Person Rob eine Top Five List
der schlimmsten Trennungen von seinen Freundinnen erstellt. Laura - von
der er gerade eben verlassen wurde und die er immer wieder direkt anspricht
- soll angeblich nicht dazugehören.
Verfilmt wurde High Fidelity 2000 von STEPHEN
FREARS mit JOHN CUSACK in der Rolle des leidenschaftlichen Plattensammlers
und Listenerstellers Rob.
About a Boy handelt von der
Männer-Freundschaft zwischen dem Erwachsenen Will und dem Jungen
Marcus. HUGH GRANT spielt in der Verfilmung von About
a Boy 2002 die Hauptrolle.
In How to be Good (2001) geht es um Katie und ihren Ehemann David. Nachdem David beschließt, sich mit Hilfe eines spirituellen Heilers in Form eines DJs zu bessern, überschlagen sich die Ereignisse.
Die Musik spielt in HORNBYs Büchern sowie in seinem Leben eine große Rolle. Er schrieb mehrere Artikel über Popmusik und -kultur. 2003 gab HORNBY das Songbook (bzw. 31 Songs) heraus, eine Sammlung von Essays über ausgewählte Popsongs und Musikalben.
Werke (Auszug)
My Favorite Year: A Collection of New Football Writing (hg. 1993)
Speaking With the Angel (hg. 2002)
A Long Way Down (2006)
Slam (2008)