
Ein Advance
Organiser (AO) erleichtert die Verknüpfung und Verbindung neuen
Fachwissens mit schon vorhandenem (Vor-)Wissen, indem eine relativ allgemeine
gedankliche Struktur (Organiser) entworfen wird.
Die Elemente des Advance Organiser sind Bilder,
Grafiken, Begriffe, kurze Texte, die nach den Prinzipien einer Präsentation
zu einer "Lernlandkarte"
zusammengefügt werden.
So lassen sich folgende Ziele umsetzen:
Wie bei einem gelungenen Referat hängen auch bei selbstorganisierten
Lernprozessen Übersicht und Lernerfolg
eng zusammen. Das menschliche Gehirn
organisiert sein Wissen in Schemata bzw. Modellen als Abbilder der Wirklichkeit.
Es legt "kognitive Landkarten" an, um die Vielfalt neuer Informationen
in schon vorhandene Strukturen einzuordnen.
Daher ist es wichtig, bereits zu Beginn des Lernprozesses mentale
Pläne zu entwerfen. Ein neues Stoffgebiet oder eine neue Problemstellung
werden also nicht isoliert und rein faktisch "durchgenommen",
sondern zunächst in einen fachwissenschaftlichen Zusammenhang gebracht.
Der Advance Organiser stellt in konzentrierter
und abstrakter Form durch Visualisierungen, Bilder, Begriffe, Strukturen
usw. die wesentlichen Inhalte, Zusammenhänge und Ergebnisse auf einem
Blatt übersichtlich dar. Diese Form dient dazu, dem Lernenden vor
der selbstständigen Erarbeitung des Stoffs einen ersten Überblick
über die Struktur und die verschiedenen Inhalte eines Themas zu geben.
Als Gedankengerüst und Orientierungsplan hilft der Advance
Organiser während der Themenbearbeitung, die neuen Erkenntnisse
und Detailinformationen sinnvoll einzufügen und zu verbinden. Natürlich
kann (und sollte) ein Advance Organiser um
individuelle Kenntnisse erweitert werden.