Literarisches Schaffen
Seit 1786 erschienen seine Poems, Chiefly in the Scottish
Dialect, durch die BURNS berühmt wurde. In den folgenden Auflagen
wurde der Band jeweils erweitert. BURNS verfasste die Gedichte größtenteils
in seinem heimischen Dialekt. Auch
inhaltlich verarbeitete BURNS alte schottische Quellen: Seine Gedichte
behandeln volkstümliche Themen
und sind häufig angeregt durch überlieferte Volkslieder und
Geschichten Schottlands. Allerdings konnte BURNS auch mit der gleichen
Leichtigkeit in dem im 18. Jahrhundert gebräuchlichen Englisch schreiben.
BURNS' Verserzählung Tam o'Shanter (1790) wurde wegen ihres drastischen Humors berühmt: In dem balladenartigen, urwüchsigen Gedicht wird der Farmer Tam, als er nachts angetrunken heimkehrt, von Hexen und sogar vom Teufel verfolgt. BURNS verbindet Spukgeschichte mit Humor und Volksmythen.
BURNS schrieb auch anschauliche Naturlyrik sowie freche und zarte Liebesgedichte, von denen A red, red nose (1794) das bekannteste ist:
O my Luve's like a red, red rose,
That's newly sprung in June:
O my Luve's like the melodie,
That's sweetly play'd in tune.As fair art thou, my bonie lass,
So deep in luve am I;
And I will luve thee still, my dear,
Till a' the seas gang dry.Till a' the seas gang dry, my dear,
And the rocks melt wi' the sun;
And I will luve thee still, my dear,
While the sands o' life shall run.And fare-thee-weel, my only Luve!
And fare-thee-weel, a while!
And I will come again, my Luve,
Tho' 'twere ten thousand mile!
BURNS patriotische Lieder wurden zu schottischen Volksliedern, so etwa My Heart's in the Highlands (1789). Das Lied Auld Lang Syne (1788) wird noch heute traditionsgemäß zum Jahreswechsel gesungen und man gedenkt damit der im abgelaufenen Jahr Verstorbenen.
Mit seiner Lyrik bereitete BURNS der englischen Romantik den Weg. Denn auch diese bezog ihre Themen aus der Natur und aus überlieferten Volksmythen.