
Etwa um 300 v.Chr. entwickelten die Römer einen tragbaren Handabakus.
Dieser "moderne" Abakus besteht aus einem Holzrahmen mit eingebauten
parallelen Stäben, an denen durchbohrte Kugeln oder Perlen auf- und
abgeschoben werden können (Bild 2). Jeder Stab oder jede Linie entspricht
dabei einer Dezimalstelle.
Im Laufe der Zeit bildeten sich verschiedene Formen des Abakus (mit waagerechter
oder senkrechter Anordnung der Stäbe und teils unterschiedlichen
Zählsystemen) heraus. So setzte sich der Abakus in China schon um
1200 als suan pan und in Russland um 1600 als
stschoty durch. In Japan, als Rechenbrett seit
dem 17. Jahrhundert bekannt, wurde der soroban
entwickelt.
| stschoty | |
| Der stschoty
hat waagerecht angeordnete Stäbe mit je zehn Kugeln, wobei sich
die jeweils fünften und sechsten zur besseren Übersichtlichkeit
von den anderen farblich unterscheiden. Der dritte Stab hat nur fünf Kugeln. Er wird nicht zum Rechnen benutzt und dient nur als Abgrenzung der ersten zwei Stäbe von den folgenden. Die Kugeln des ersten Stabes stellen ein Hundertstel, die des zweiten Stabes ein Zehntel einer Einheit dar. Die Kugeln des vierten Stabes entsprechen den Einern, die des fünften Stabes den Zehnern usw. |
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| suan pan | |
| Der suan pan
hat senkrecht angeordnete Stäbe mit je sieben Kugeln, wobei die
oberen zwei Kugeln durch einen Querstab von den unteren fünf
getrennt sind. Die Kugeln der rechten Spalte entsprechen den Einern, die links daneben den Zehnern usw. Die Kugeln unter dem Querstab stellen je eine Einheit, die oberen je fünf Einheiten dar. |
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| soroban | |
| Der soroban
(Bild 3) hat senkrecht angeordnete Stäbe mit je fünf Kugeln,
wobei eine obere Kugel durch einen Querstab von den unteren vier getrennt
ist. Auch hier entsprechen die Kugeln der rechten Spalte den Einern, die links daneben den Zehnern usw. Die Kugeln unter dem Querstab stellen wieder je eine Einheit, die oberen fünf Einheiten dar. |
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