


gerechnet, sondern überlegt, dass
stets 101 ergibt und dass man genau 50 derartige Zahlenpaaare bilden kann,
womit man als Ergebnis
erhält.
Ausgehend von dieser Anekdote ergeben sich Fragestellungen wie die folgenden:
Solche Fragen (die typisch sind für das Streben der Mathematik nach Verallgemeinerungen und damit nach Lösungen, die für einen möglichst großen Bereich gelten) führen zum Begriff der arithmetischen Zahlenfolge sowie zu den Bildungsgesetzen und Partialsummen derartiger Folgen.
Eine arithmetische Zahlenfolge
ist dadurch gekennzeichnet, dass die Differenz d zwischen zwei benachbarten
Gliedern immer gleich ist, d.h., dass für alle Glieder der Folge
gilt:

Durch Angabe der Differenz d und des Anfangsgliedes
ist
die gesamte Folge bestimmt, denn es gilt:
(Rechenbespiel
2)



Auch durch Angabe eines beliebigen Gliedes
und der Differenz d ist die
arithmetische Folge eindeutig bestimmt.



Kennt man das Anfangsglied
und ein beliebiges anderes Glied einer arithmetischen Folge, kann man
die Differenz berechnen. Es gilt:


Kennt man zwei beliebige Glieder einer arithmetischen
Folge, kann man daraus das Anfangsglied
und die Differenz d berechnen, indem das entsprechende Gleichungssystem
mit zwei Unbekannten gelöst wird.

;
d
Eine arithmetische Folge ist genau dann monoton
wachsend (steigend), wenn
ist, sie ist genau dann monoton fallend,
wenn
ist. Für den Fall
entsteht die konstante Folge
.

Die Partialsummen
arithmetischer Folgen lassen sich relativ einfach mit folgenden Formeln
berechnen (Rechenbespiel 3)
bzw.



Sind
(und damit n) sowie
bekannt, lässt sich die Differenz d berechnen.


Die Folge
ist keine arithmetische Folge. Die Differenzen zwischen zwei benachbarten
Gliedern wachsen, je größer die Glieder werden.
Betracht man aber die Folge
der Differenzen, so erhält man mit
eine arithmetische Folge mit dem Anfangsglied 3 und der Differenz 2. Damit
kann man das Glied
berechnen, es gilt
.
Eine solche Folge (wie hier die der Quadratzahlen), bei der die Differenzen
der einzelnen Glieder eine arithmetische Folge ergeben, nennt man auch
eine arithmetische Folge 2. Ordnung.
Analog kann man auch arithmetische Folgen
höherer Ordnung aufbauen (wie das folgende Beispiel zeigt).
