
In
der Menge der reellen Zahlen besitzt
eine ganzrationale Gleichung n-ten Grades der Form

höchstens n Lösungen.
Dabei können zwei Fälle unterschieden werden:
besitzt keine reelle Lösung.
ergibt sich die reelle Lösung 
Besitzt eine ganzrationale Gleichung n-ten Grades
eine ganzzahlige Lösung
so ist diese Teiler des Absolutgliedes 
Für den Sonderfall, dass eine ganzrationale Funktion n-ten Grades
n (reelle) Lösungen besitzt, kann eine vollständige Zerlegung
des Polynoms in Linearfaktoren
vorgenommen werden. Sei
Lösungsmenge der Gleichung 
Dann lautet die Darstellung in Linearfaktoren folgendermaßen:
Für den Bereich der komplexen Zahlen formulierte CARL FRIEDRICH GAUSS (1777 bis 1855) im Jahre 1799 in seiner Dissertation:

Daraus entstand der Fundamentalsatz der Algebra:
Anmerkung: Diese n Lösungen müssen nicht notwendigerweise verschieden voneinander sein. Es können Lösungen mehrfach auftreten. Zählt man aber jede Lösung entsprechend ihrer Vielfachheit, so muss sich insgesamt die natürliche Zahl n ergeben (interaktives Rechenbeispiel).

Wird die komplexe Zahl x in der goniometrischen Form
geschrieben,
ergibt sich nach der moivreschen Formel:

Diese Gleichung ist erfüllt für
Damit gilt 
Mithilfe der Lösungsformel für quadratische Gleichungen erhält
man
und damit nach Definition
bzw. 

geschrieben, ergibt sich nach der moivreschen Formel:
,
und

bzw. 
die Lösung
,
für
die Lösung
,
für
die Lösung
und somit eine reelle und zwei konjugiert komplexe Lösungen. 
Lösung durch Probieren oder grafisch:

Abtrennen des Linearfaktors:

Lösen der quadratischen Gleichung:

Komplexe Lösungen:
