


),
nennt man im Allgemeinen eine stetige
Zufallsgröße. Dabei muss
man beachten, dass der Begriff "stetige Zufallsgröße"
von dem Begriff der "stetigen Funktion" (wie er in der Analysis
verwandt wird) abweicht. Mit der Bezeichnung einer Zufallsgröße
als stetig ist man lediglich darauf aus, dass die Wertemenge von X nicht
diskret ist, sondern ein Kontinuum bildet. Mitunter wird deshalb auch von
einer zufälligen reellen Zahl gesprochen.
,
denn
kann
keine von null verschiedene Zahl sein, da sonst die Summe aller Wahrscheinlichkeiten
nicht gleich 1 wäre. Die Wahrscheinlichkeitsverteilung von X lässt
sich also nicht (wie bei einer diskreten Zufallsgröße) durch
die Angabe der Einzelwahrscheinlichkeiten charakterisieren. Eine von null
verschiedene Wahrscheinlichkeit kann nur ein Ereignis besitzen, bei dem
X in ein Intervall fällt, wobei dieses Intervall durchaus sehr klein
sein kann wie etwa [196,7; 196,8].
betrachten, um
gegen null gehen zu lassen, wie er es aus der Infinitesimalrechnung kennt.
Dabei ist ihm bewusst, dass es sich um eine theoretische Abstraktion handelt,
denn auch mit der genauesten Messmethode kann ein bestimmtes Minimum grundsätzlich
nicht unterschritten werden. Aufgrund seiner Messergebnisse vermutet Lars,
dass gilt:
für alle
und
gilt.
berechnet sich als das Flächenintegral
(Bild 2).
Der Begriff "Dichtefunktion" ist dem physikalischen Sachverhalt
einer stetigen Masseverteilung
längs einer Geraden nachempfunden, bei dem es keine Massen gibt,
die in bestimmten Punkten konzentriert sind, und wo man nur von Masse
sprechen kann, die auf einem bestimmten Abschnitt der Geraden liegt. Die
Dichtefunktion f einer stetigen Zufallsgröße gibt die Wahrscheinlichkeitsmasse
je Maßeinheit bzw. je Intervall an. Durch die Angabe einer
Dichtefunktion ist es möglich, allen unüberschaubar
vielen Intervallen von
jeweils eine Wahrscheinlichkeit zuzuordnen.
Ein großer Funktionswert
der zur Zufallsgröße X gehörenden Dichte f, d.h. eine
hohe Dichte an der Stelle x, bringt aber auch zum Ausdruck, dass die empirischen
Ergebnisse einer unabhängigen Versuchsserie zur Zufallsgröße
X dort sehr dicht liegen werden.
Beachtet werden muss, dass
keine Wahrscheinlichkeit ist, im Unterschied zu
bei diskreten Verteilungen.
ist eine Dichtefunktion der Gleichverteilung
über dem Intervall
,
weil
erstens aus
für
(gilt wegen
)
die Beziehung
für alle
folgt und
zweitens
gilt.
Das Beispiel zeigt, dass die Dichtefunktion einer stetigen Zufallsgröße
nicht notwendig eine stetige Funktion sein muss.
(Bild 4)
ist eine Dichtefunktion der Exponentialverteilung, weil
für alle
(wegen
)
ist und
gilt.