

Geonext - als Weiterentwicklung von Geonet
- ist ein vollständig in die
Internetumgebung eingebundenes interaktives Geometrieprogramm.
Während man mit statischen Programmen
"nur" zeichnen und konstruieren kann, lassen sich Konstruktionen
von Polygonen oder Kreisen, die mit einer dynamischen
Geometriesoftware (DGS) wie Geonext erzeugt
wurden, stetig verändern. Mithilfe des sogenannten Zugmodus
können Punkte und Geraden verschoben werden, ohne dass sich die damit
verbundenen charakteristischen Eigenschaften der Konstruktion ändern.
Größen wie Längen und Winkel lassen sich außerdem
messen und mit Berechnungen verknüpfen.
Eulersche Gerade (Bild 1)
Durch Konstruktion eines beliebigen Dreiecks lässt sich leicht zeigen,
dass die Schnittpunkte der Seitenhalbierenden und der Dreieckshöhen
und der Mittelpunkt des Umkreises auf einer Geraden
(eulersche
Gerade) liegen.

Durch Ziehen an den Eckpunkten lässt sich das einmal konstruierte Dreieck beliebig verändern. Der veranschaulichte geometrische Zusammenhang, die eulersche Gerade, bleibt dabei erhalten.
Ortskurve des Höhenschnittpunktes
von Dreiecken (Bild 2)
Nachdem in einem beliebigen Dreieck der Höhenschnittpunkt konstruiert
wurde, soll dessen Lageänderung bei Verschieben eines Eckpunktes
entlang einer Geraden untersucht werden. Befindet sich der Höhenschnittpunkt
im Spurmodus,
so wird jede Lageänderung in Form einer Spur sichtbar gemacht. Es
entsteht eine Ortskurve,
in diesem Fall eine Parabel.

Experimentelle Bestimmung von Extremwerten
(Bild 3)
Fortgeschrittene dynamische Geometriesysteme sind in der Regel mit einem
Mess- und Rechenmodus
ausgestattet. Dadurch können Abstände von Punkten und Größen
von Winkeln gemessen, angezeigt und in mögliche Berechnungen eingebunden
werden. Oftmals gestattet der Rechenmodus auch die Definition und grafische
Darstellung von Funktionen. Durch die Verknüpfung beider dieser Eigenschaften
können mit der DGS auch Extremwerte
einer Funktion (bzw. einer Zielfunktion) experimentell ermittelt werden.
Dem Graphen der Funktion
ist ein rechtwinkliges Dreieck derart einzubeschreiben, dass ein Eckpunkt
mit einem Schnittpunkt des Graphen mit der x-Achse übereinstimmt,
ein zweiter Eckpunkt beliebig auf dem Graphen von f und eine Kathete auf
der x-Achse liegt. Aus der Menge aller möglichen Dreiecke ist das
mit größtem Flächeninhalt gesucht.

Ist die Funktion grafisch dargestellt, kann ein Dreieck mit den genannten
Bedingungen so eingezeichnet werden, dass ein Eckpunkt (P) auf dem Graphen
frei beweglich ist. Durch eine vorher definierte Gleichung zur Berechnung
des Flächeninhalts wird jede durch Verschieben von P hervorgerufene
Änderung des Flächeninhalts unmittelbar angezeigt. Das gesuchte
Dreieck mit größtem Flächeninhalt lässt sich dadurch
näherungsweise bestimmen.