Mathematik Abitur
Die verallgemeinert-hypergeometrische Verteilung

Der hypergeometrischen Verteilung liegt ein Urnenmodell mit Kugeln von (genau) zwei verschiedenen Farben zugrunde. Verallgemeinert man diese Konstellation auf (genau) r mit verschiedene Farben, so hat man es mit verallgemeinert-hypergeometrischen Zufallsgrößen zu tun.

Dieser Vorgang kann als ein vierstufiges Zufallsexperiment aufgefasst werden, auf dessen erster Stufe die Anzahl der weißen, auf der zweiten die Anzahl roten, auf der dritten die Anzahl der blauen und auf der vierten die Anzahl der gelben entnommenen Kugeln beschrieben wird. Man könnte versuchen, dieses Zufallsexperiment durch ein Baumdiagramm darzustellen. Aufgrund der großen Anzahl der Pfade (etwa 47,5 Billionen) ist das aber nur schwer realisierbar.

Wesentlich günstiger ist die Beschreibung des Ereignisses A durch das 4-Tupel (5; 5; 2; 1).
Nach dem Zählprinzip für Mengen gibt es für das erste Tupelelement Auswahlmöglichkeiten, für das zweite Tupelelement , für das dritte Tupelelement und für das vierte Tupelelement .
Nach dem Zählprinzip für Tupel gibt es dann Auswahlmöglichkeiten für das 4-Tupel .
Da nach dem Zählprinzip für Mengen insgesamt Möglichkeiten bestehen, 13 Kugeln ohne Zurücklegen aus der Urne mit 70 Kugeln zu entnehmen, erhält man:

Das vierstufige Zufallsexperiment kann auch als eine Folge von Zufallsgrößen aufgefasst werden. Es sei

Dann kann man schreiben:

Die Zufallsgrößen nennt man verallgemeinert-hypergeometrisch verteilt.

Auf diesem Hintergrund definiert man allgemein:

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