

Unter dem Vektorprodukt
zweier Vektoren
versteht man den im Raum durch die folgenden drei Bedingungen charakterisierten
Vektor
:

Aus dieser Definition ergibt sich, dass der Betrag
des Vektorprodukts zweier Vektoren gleich der Inhaltsmaßzahl
des von ihnen aufgespannten Parallelogramms ist (Bild 1).
Für das Vektorprodukt gelten die folgenden Rechengesetze:
bzw. 
Anmerkung: Das Assoziativgesetz trifft im Allgemeinen nicht zu.
Aufgrund der Definition des Vektorprodukts gilt
genau dann, wenn
linear abhängig sind.
Dies korrespondiert mit der oben angegebenen Deutung des Betrags des Vektorprodukts
als Inhaltsmaßzahl eines Parallelogramms: Sind
linear abhängig, so ist
gleich
,
und das von
aufgespannte Parallelogramm entartet zu einer Strecke.
Nun soll das Vektorprodukt von
von für den Fall bestimmt werden, dass die beiden Vektoren durch
ihre Koordinaten bezüglich eines räumlichen kartesischen Koordinatensystems
gegeben sind (s. folgendes Bild bzw. Bild 2).

Für die in Koordinatendarstellung
gegebenen Vektoren
und
gilt
dann:

Unter Verwendung des Distributivgesetzes des Vektorprodukts erhält
man:

Wegen

folgt daraus:
Unter Verwendung der Matrizen- bzw. Determinantenschreibweise lässt sich dieses Ergebnis für das Vektorprodukt übersichtlich notieren.
zwei Vektoren im Raum, so gilt:
Anmerkung: Natürlich ist die im obigen
Satz verwendete Schreibweise im engeren Sinne keine Determinante, da
keine reellen Zahlen sind. Diese Schreibweise eignet sich hier aber zu
einer übersichtlichen Darstellung.
Als geometrische Anwendungen des Vektorprodukts sind neben der genannten Flächeninhaltsberechnung beispielsweise das Bestimmen des Schnittwinkels zweier Ebenen, das Ermitteln des Normalenvektors einer Ebene oder das Berechnen des Abstands zweier windschiefer Geraden zu nennen.

Wir bilden dazu das Vektorprodukt der beiden Richtungsvektoren
von
und dividieren den so erhaltenen Vektor (der senkrecht zu
ist) durch seinen Betrag:
einen Grafiktaschenrechner mit Computeralgebrasystem, so erhält
man mit den Funktionen crossP (für Vektorprodukt)
und norm (für Betrag) das in Bild 3 wiedergegebene
Ergebnis (s. auch interaktives Beispiel 1). Dabei könnte noch auf das
Ausweisen des Zwischenschritts in Zeile 1 verzichtet werden.