Eigenschaften
des Skalarprodukts
Für beliebige Vektoren
sowie für jede reelle Zahl t gilt:
a)
(Kommutativität)
b)
(Distributivität)
c) 
d)
Für das Skalarprodukt
zweier Vektoren der Ebene oder des Raumes, die durch ihre Koordinaten
gegeben sind, gilt:

Dies ermöglicht es, die Orthogonalitätsbedingung
für zwei Vektoren sehr einfach zu formulieren.
Es gilt der folgende Satz:
Sind bezüglich eines Koordinatensystems die beiden Vektoren
![]() (in der Ebene) |
![]() (im Raum) |
|
gegeben, dann gilt
genau dann, wenn |
|
. |
. |
Bezeichnet man mit
die Einheitsvektoren
in Richtung der Achsen eines kartesischen Koordinatensystems, so folgt
speziell:

Beispiele:
a) Es ist zu überprüfen, welcher der drei Vektoren
zu einem der anderen beiden orthogonal ist.
Es gilt:

Also sind lediglich die Vektoren
zueinander senkrecht .
b) Gegeben seien in der Ebene die beiden Geraden
,
die einander im Punkt S(1; 2) schneiden.
Aus Bild 1 ist zu entnehmen,
dass diese beiden Geraden zueinander senkrecht sein könnten. Dies
soll nun rechnerisch nachgeprüft werden.
Dazu wird von
jeweils einen Richtungsvektor bestimmt:
Aus der Gleichung von
kann man sofort einen Richtungsvektor dieser Geraden ablesen,
nämlich
.
Da der Anstieg der Geraden
den Wert -1 hat, lässt sich aus dem Anstiegsdreieck
als ein Richtungsvektor
von
bestimmen.
Bildet man nun das Skalarprodukt dieser beiden Richtungsvektoren, so ergibt
sich
. Die Vektoren
sind also
zueinander senkrecht . Da aber
die Richtungen von
beschreiben, sind folglich auch
zueinander senkrecht und die Vermutung aus der Abbildung wurde bestätigt.
Das Skalarprodukt von Vektoren findet weiterhin Anwendung u.a.