
Unsere "gewöhnlichen"
Funktionen sind eindeutige Zuordnungen der Elemente einer "Definitionsmenge"
zu den Elementen einer "Wertemenge". Die Elemente der Definitionsmenge
sind reelle Zahlen, die Elemente der Wertemenge ebenfalls. Mit diesem Modell
können wir viele interessante Vorgänge in Form einer Funktion
beschreiben.
Es besteht aber eigentlich kein Grund, als Elemente von Definitions- bzw.
Wertemenge nur reelle Zahlen zuzulassen. Wir könnten ebenso gut Zahlenpaare,
Zahlentripel oder allgemein n-Tupel verwenden, wenn wir genau festlegen,
wie wir damit umgehen wollen.
gegeben, dann gilt für den Flächeninhalt des Rechtecks mit
den Seiten(längen) x und y:
gegeben, dann gilt für das Volumen des von x, y und z aufgespannten
Quaders:
sind gegeben, dann berechnen wir den Gesamtwiderstand bei Parallelschaltung
nach dem ohmschen Gesetz wie folgt:

Die einfachste Verallgemeinerung des Funktionsbegriffs erhalten wir für Funktionen von zwei (unabhängigen) Variablen:
.
Wird durch eine bestimmte Funktionsvorschrift f jedem Zahlenpaar
genau eine reelle Zahl z mit
zugeordnet, so heißt f eine (reellwertige)
Funktion von den beiden Variablen x und y:
Gibt es auch zu Funktionen mit zwei Variablen grafische
Darstellungen? Deutet man x und y als Koordinaten der xy-Ebene,
dann stellt jedes Paar
einen Punkt dieser Ebene dar. Diesem Punkt ist aber auf Grund der Funktionsgleichung
genau
ein Wert von z zugeordnet. Wenn man z als dritte Koordinate in dreidimensionalem
Raum
auffasst, so erhält man als Funktionsgraphen eine Fläche im
dreidimensionalem Raum. Jede Funktion
kann deshalb als Fläche in
dargestellt werden (Bild 1, Rechenbeispiel).
Aber die Graphen von Funktionen von mehr als zwei Variablen kann man nicht
mehr geschlossen zeichnen, d.h., eine geometrische Interpretation ist
dann nicht mehr möglich!
Beispiele
Bestimmen Sie den Definitionsbereich D der folgenden Funktionen:






Weitere Beispiele für Funktionen
von mehreren Variablen aus der Mathematik










Beispiele aus Physik und Technik
mit dem Abstand r gegenseitig anziehen;
Gravitationskonstante)

Potential
im Punkt P(x; y) des elektrostatischen Feldes zweier Punktladungen
Q und
(
Vakuum-Influenzkonstante)


Beispiele aus der Wirtschaftswissenschaft

monatliche Nahrungsmittelausgaben in EUR/Monat,
zur Verfügung stehende Wohnfläche in
monatlicher Energieverbrauch in kWh/Monat,
monatliche Ausgaben für Körperpflege in EUR/Monat)
als Input des k-ten Faktors)