Georges-Louis Leclerc Comte de Buffon
GEORGES-LOUIS LECLERC
oder (wie er sich ab 1725 nannte) GEORGES-LOUIS LECLERC DE BUFFON war ein
äußerst vielseitiger französischer Wissenschaftler. Das
Spektrum seiner Forschungen umfasste sowohl Mathematik und naturwissenschaftliche
Disziplinen und als auch solche Gebiete wie Literatur und Philosophie.
LECLERCS wissenschaftliche Karriere begann nach der Rückkehr von einem
Italienaufenthalt, als er sich einer Gruppe französischer Intellektueller
anschloss. Im Jahre 1734 erhielt er Zugang zur Königlichen Akademie
der Wissenschaften.
Mit 20 Jahren soll LECLERC den biomischen Satz entdeckt haben. Er korrespondierte
mit dem Schweizer Mathematiker GABRIEL CRAMER (1704 bis 1752) über
Mechanik, Geometrie, Wahrscheinlichkeitsrechnung, Zahlentheorie sowie Differenzial-
und Integralrechnung.
Bekannt ist BUFFON in der Mathematik vor allem wegen eines 1733 vor der
Pariser Akademie vorgetragenen und nach ihm benannten Experiments auf dem
Gebiet der Wahrscheinlichkeitsrechnung (
buffonsches
Nadelproblem). Hierbei wird eine Nadel der Länge l "zufällig"
auf eine mit Parallelen im Abstand a (

) versehene Ebene geworfen und die Wahrscheinlichkeit P dafür ermittelt,
dass die Nadel eine der Geraden "schneidet". Ermittelt man (mithilfe
der
Monte-Carlo-Methode)
einen Näherungswert für P, so lässt sich hieraus (näherungsweise)
die Zahl

bestimmen.
Das wissenschaftliche Hauptwerk BUFFONS ist eine 36-bändige Naturgeschichte
("Histoire naturelle"), die zwischen 1749 und 1789 erschien und
mit der erstmals ein Beitrag zur
Erdgeschichte
aus mineralogischer, botanischer und zoologischer Sicht geleistet wird.
In Würdigung seiner Leistungen wurde LECLERC im Jahre 1773 von LUDWIG
XV. zum COMTE (Grafen) DE BUFFON ernannt.