

Zu
den hervorgehobenen Fähigkeiten einer Tabellenkalkulation gehören
das Zeichnen von Diagrammen und so auch die grafische Darstellung von Funktionen.
Obwohl die unterschiedlichen Kalkulationsprogramme in den Grundfunktionen
übereinstimmen, können sie sich in Bezeichnungen und auch in einzelnen
Schrittfolgen durchaus voneinander unterscheiden. Die folgenden Beschreibungen
beziehen sich deshalb auf die Tabellenkalkulation MS
EXCEL (Bild 1). Die Anleitungen beschränken sich in der Regel
auf eine mögliche Variante zur Lösung
des jeweiligen mathematischen Problems.
Zur grafischen Darstellung einer Funktion muss zuerst eine Wertetabelle aufgestellt werden. Mit den Zahlenpaaren der Tabelle wird dann ein Diagramm erstellt.
| Dabei ist zu beachten, dass | |
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das Darstellungsintervall durch die Tabelle vorgegeben wird, |
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die grafische Darstellung der Funktion punktweise erfolgt und deshalb bereits in der Tabelle eine hinreichend kleine Schrittweite vorzugeben ist. |
Beispiel: Die
Funktion f mit
soll grafisch dargestellt werden.
Schrittfolge zum
Erstellen der Wertetabelle:
1. Tabellenkopf vorgeben, z.B. Zelle
A1: x; Zelle B1: y
2. Darstellungsintervall
festlegen, z.B.
mit der Schrittweite 0,5
In Zelle A2 wird der Wert -3 und in Zelle A3 der Wert -2,5 eingetragen.
Durch A2 und A3 ist die Schrittweite 0,5 festgelegt. Die Schrittweite
ist nun auf die gesamte Tabelle zu übertragen. Dazu werden die Zellen
A2 und A3 gemeinsam markiert und an der rechten unteren Ecke nach unten
gezogen bis die "3" erscheint.
3. Funktionswerte
ermitteln
In Zelle B2 (der Zelle für den ersten Funktionswert) wird der Funktionsterm
durch Zellenbezug definiert. Dabei ist immer mit einem Gleichheitszeichen
zu beginnen.

Der Funktionsterm ist nun auf die gesamte Tabelle
zu übertragen. Dazu wird Zelle B2 bis zum Ende der Tabelle (B14)
aufgezogen.
Es entstehen die Funktionswerte für das vorgegebene Intervall (Bild
2).
Die grafische Darstellung der Wertepaare kann mithilfe eines zum Kalkulationsprogramm gehörenden "Diagrammassistenten" erzeugt werden:
1. Der Diagrammassistent wird über die Standard-Symbolleiste oder über Einfügen/Diagramm aufgerufen.
2. Diagrammtyp
und Untertyp auswählen
Da es sich bei diesem Beispiel um eine stetige Funktion handelt, ist hier
der Diagrammtyp Linien auszuwählen.
3. Darzustellende Daten
eingeben
Dazu sind die Karteikarte Datenbereich auszuwählen,
das Datenbereich-Feld anzuklicken und die Daten
der Spalte B (Funktionswerte) zu markieren. (Die entsprechende Zellenbezeichnung
erscheint im Datenbereich-Feld.)
Dann wird die Karteikarte Reihe ausgewählt
und das Feld Beschriftung der Rubrikenachse (X)
angeklickt. Danach ist die Spalte A (x-Werte) zu markieren.
Wenn nicht bereits erfolgt, kann die Bezeichnung der Kurve ergänzt
werden (besonders wichtig, wenn mehrere Kurven in einem Koordinatensystem
dargestellt werden sollen). Dazu wird nach Anklicken des Namen-Feldes
die Zelle B2 markiert. Der Zelleninhalt erscheint nun als Name.
4. Mit den Diagrammoptionen
können vor allem verschiedene Beschriftungen und Gitternetzlinien
realisiert werden.
5. Das Diagramm wird nun mit weiter und Ende fertiggestellt (Bild 3).
Erscheint der Graph eckig, sind in der Regel zu wenig Wertepaare
vorgegeben. Abhilfe kann auch die Formatierung Linie
glätten schaffen.
Von den zusätzlich möglichen Formatierungen
sei vor allem auf die Stellung der
y-Achse verwiesen. Standardmäßig befindet sich die y-Achse
immer am linken Diagrammrand. Um das zu ändern, muss die x-Achse
(!) formatiert werden:
x-Achse mit der rechten Maustaste anklicken und Achse
formatieren/Skalierung auswählen.
Da die y-Achse die x-Achse bei
schneiden soll, ist in der Wertetabelle abzuzählen, das wievielte
Element
ist (im Beispiel das siebente). Diese Zahl ist in das oberste Feld (Größenachse
schneidet bei Rubrik-Nr.) einzutragen.
Soll das so angelegte Rechenblatt später zur grafischen Darstellung einer anderen Funktion genutzt werden, ist in Zelle B2 der neue Funktionsterm zu definieren und auf die restlichen Felder der Wertetabelle zu übertragen (siehe oben). Daraufhin wird sofort die dazugehörige grafische Darstellung erzeugt.
Das hier beschriebene Rechenblatt zur grafischen Darstellung
einer Funktion kann als interaktives Beispiel
aufgerufen werden. Es lässt sich mit MS Excel
oder OpenOffice.org öffnen und bearbeiten.