KARL PEARSON (Bild
1) wurde am 27. März 1857 in London geboren. Nach Abschluss seiner Ausbildung
am
Kings College in Cambridge war PEARSON nahezu
ausschließlich am College der Londoner Universität tätig. Im Jahre 1884
übernahm er den Lehrstuhl für Angewandte Mathematik, und von 1911 bis 1933
hatte er den galtonschen Lehrstuhl für Eugenik (Erbgesundheitslehre bzw.
Erbgesundheitsforschung) inne. PEARSON war äußerst vielseitig und versuchte,
den Einfluss der Wissenschaften untereinander sowie auf unterschiedliche
Aspekte des Lebens zu begründen. In seinem 1892 erschienenen Buch
The
Grammar of Science sind bereits Ideen der Relativitätstheorie vorweggenommen.
Das Verdienst PEARSONS ist es vor allem, Methoden der
mathematischen
Statistik auf Prozesse der Vererbung
und Entwicklung von Lebewesen angewendet und damit die Grundlagen der sogenannten
Biometrie geschaffen
zu haben. Hier beeinflussten ihn insbesondere die Arbeiten von FRANCIS GALTON
(1809 bis 1882). Im Zeitraum von 1893 bis 1912 schrieb PEARSON unter dem
Titel
Mathematical Contribution to the Theory of Evolution
insgesamt 18 Arbeiten. Diese enthalten u.a. Aussagen zum Korrelationskoeffizienten
sowie zum
Chi-Quadrat-Test 
.
Auf PEARSON geht auch der Begriff
Standardabweichung
zurück.
KARL PEARSON war neben GALTON einer der Mitbegründer des statistischen
Journals
Biometrika.
Er verstarb im Alter von
69 Jahren am 27. April 1936 in London.