Lineare Ungleichungen mit zwei Variablen
Zwei Terme, zwischen
denen eines der Zeichen

steht, bilden eine Ungleichung.
Ungleichungen der Form

oder solche, die durch äquivalentes Umformen in diese Form überführt
werden können, heißen lineare Ungleichungen mit zwei Variablen.
Die
Lösungsmenge einer
solchen Ungleichung mit zwei Variablen ist ein
Menge
geordneter Zahlenpaare.
Diese Menge lässt sich grafisch ermitteln, indem man das Ungleichheitszeichen
durch ein Gleichheitszeichen ersetzt, die entstandene Gleichung als Funktionsgleichung
einer linearen Funktion auffasst und ihren Graphen zeichnet.
Beispiel 1
(Bild 1):
Es wird der Funktionsgraph und die Lösungsmenge gezeichnet.
Zur Lösungsmenge der Ungleichung gehören die Punkte der Geraden
sowie die Punkte unterhalb der Geraden.
Beispiel 2
(Bild 2):
Es wird der Funktionsgraph und die Lösungsmenge gezeichnet.
Zur Lösungsmenge der Ungleichung gehören nicht die Punkte der
Geraden, sondern nur die Punkte oberhalb der Geraden.
Zwei Ungleichungen mit denselben zwei Variablen
bilden ein
Ungleichungssystem.
Beispiel 3
(Bild 3):

Die Lösungsmenge eines Ungleichungssystems kann grafisch als Durchschnitt
der Lösungsmengen der einzelnen Ungleichungen ermittelt werden.