Interessieren bei der n-maligen Durchführung eines Zufallsexperiments nicht nur zwei Ereignisse und ihre jeweiligen Gegenereignisse, sondern mehrere, so versucht man, die registrierten absoluten und relativen Häufigkeiten bzw. die Wahrscheinlichkeiten der dann möglichen Ereignisse - in Verallgemeinerung der Vierfeldertafel - in Form einer Mehrfeldertafel zu protokollieren.
notiert man von jedem befragten Schüler
Um eine solche Achtfeldertafel aufstellen zu können, sind folgende Modellannahmen notwendig:
bilden eine erste Zerlegung der Ergebnismenge
.
bilden eine zweite Zerlegung von
.
wirklich alle betrachteten Gymnasien erfasst werden.Zur Kontrolle der Achtfeldertafel kann auch hier - wie bei der Vierfeldertafel - die Eigenschaft dienen, dass (bis auf eventuelle Rundungsfehler) sowohl die Summe der relativen Häufigkeiten im "Inneren", als auch die am rechten und die am unteren Rand stets 1 betragen muss.
In einer Zufallsstichprobe von 1000 Gymnasiasten nur der Klassenstufen
7 und 11 von
notiert man von jedem befragten Schüler
- ob er Schüler des Bernoulli-Gymnasiums ist (Ereignis B) oder
nicht (Ereignis
),
- ob er Schüler einer Klasse 7 ist (Ereignis C) oder nicht (Ereignis
) und
- ob seine Mathematikzeugnisnote des letzten Schuljahres schlechter
als zwei war (Ereignis
)
oder nicht ( Ereignis A).
Es ergaben sich die in nachstehenstehendem Bild angeführten relativen
Häufigkeiten.

Beim Aufstellen einer derartigen Achtfeldertafel ist die Modellannahme
notwendig, dass A und
,
B und
sowie C und
tatsächlich jeweils Gegenereignisse zueinander sind, d.h. drei verschiedene
Zerlegungen von
bedeuten.
Mithilfe einer Achtfeldertafel mit drei Zerlegungen lässt sich der Additionssatz für drei Ereignisse einfach beweisen.