Mathematik Abitur
Monotonieverhalten von Funktionen
Monotonieverhalten einer ExponentialfunktionMonotonieverhalten einer PotenzfunktionMonotonieverhalten einer quadratischen FunktionMonotonieverhalten einer Potenzfunktion dritten GradesGraph einer quadratischen Funktion und ihrer Ableitung

Gilt für sogar , so nennt man f in dem Intervall I streng monoton wachsend bzw. streng monoton fallend.

Um eine Monotonieaussage über eine Funktion treffen zu können, reicht es nicht aus, nur für einige Argumente das Verhalten der Funktionswerte zu untersuchen werden – es muss vielmehr der gesamte Definitionsbereich bzw. das vorgegebene Intervall berücksichtigt werden. Man kann zu diesem Zweck prüfen, ob für positives h in einem bestimmten Intervall die Differenz größer oder kleiner als null ist. Im ersten Fall wäre f dann dort monoton wachsend, im zweiten Fall monoton fallend.

Beispiel:
Es sind folgende Funktionen auf Monotonie zu untersuchen:

a) (Bild 1)
Es gilt:


Da stets positiv und auch für h > 0 immer positiv ist, gilt > 0 für alle x. Die Funktion ist also (sogar streng) monoton wachsend.

b) (Bild 2)
In diesem Falle gilt:


Der als Resultat erhaltene Quotient ist im angegebenen Intervall für h > 0 stets negativ, die Funktion f dort also (streng) monoton fallend.

Der in obigem Beispiel gewählte Untersuchungsweg kann bei komplizierteren Funktionstermen oder bei Wechsel des Monotonieverhaltens im Definitionsbereich freilich manchmal sehr aufwendig sein. Ist z. B. die Funktion f mit , bezüglich Monotonie zu untersuchen (Bild 3), so gelangt man anhand des Graphen zwar schnell zu einer Vermutung (nämlich: f ist monoton fallend für x < 1 und monoton wachsend für x > 1), aber die zu oben analoge Rechnung führt zu dem Ausdruck



der schwerer zu diskutieren ist.

Eine einfachere Methode ergibt sich aus folgendem Satz:

Der Beweis dieses Satzes muss wegen der "genau dann, wenn"-Aussage (also einer Äquivalenzaussage) "in beiden Richtungen" geführt werden. Wir beschränken uns aber auf den Fall des monotonen Wachsens.

Beweisteil I:

Voraussetzung:
f sei eine im offenen Intervall I differenzierbare Funktion und für alle gelte .

Behauptung:
f ist im Intervall I monoton wachsend (also: Für beliebige mit gilt ).

Beweis:

Beweisteil II (in der "Gegenrichtung"):

Voraussetzung:
f ist im Intervall I differenzierbar und monoton wachsend (also: Für beliebige mit gilt ).

Behauptung:
Für alle gilt .

Beweis:

Anmerkungen:

Beispiele:
Unter Verwendung des oben bewiesenen Satzes lassen sich die eingangs genannten Funktionen leicht auf Monotonie untersuchen.

a) Für gilt . Da stets > 0 gilt, ist die Funktion f in ihrem gesamten Definitionsbereich streng monoton wachsend.

b) Die Funktion hat die Ableitung . Der Funktionsterm ist für alle x > 0 negativ und f demzufolge streng monoton fallend.

c) Die Ableitung von , ist (siehe Bild 5). Der Funktionsterm ist positiv für x > 1 und negativ für x < 1. In diesen Teilbereichen ist damit die Funktion f streng monoton wachsend bzw. streng monoton fallend.

Der angegebene Satz lässt sich beispielsweise auch für den Nachweis bestimmter Ungleichheitsbeziehungen verwenden. Um etwa nachzuweisen, dass für stets gilt, betrachten wir die Funktion . Wegen



ist f im Intervall streng monoton fallend. Da f(0) = 0 ist, gilt für die Beziehung < 0 und damit .

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