
Untersuchungen zum Rang einer Matrix spielen etwa bei folgenden Anwendungen
eine Rolle:
Möglichkeiten der Rangberechnung
Es ist die Zahl der vom Nullvektor verschiedenen Zeilen zu ermitteln.
Dies erfolgt am günstigsten mithilfe des gaußschen
Algorithmus.

Im Folgenden sind die nach dem gaußschen Algorithmus (möglicherweise)
vorzunehmenden Umformungen skizziert.
Ausgangssystem:

Umformung 1:

Umformung 2:

Umformung 3:

Die drei Zeilen
lassen sich nicht mehr durch elementare Umformungen zu Nullvektoren machen,
damit ist
.
Zur Matrix M wird die Determinante
untersucht. Der Rang der Matrix ist dann gleich der höchsten Ordnung
der nicht verschwindenden Unterdeterminanten.

Praktischerweise werden zuerst Unterdeterminanten 2.Ordnung betrachtet,
z.B.:

Damit ist
Die nicht verschwindende Unterdeterminante
wird um eine Zeile und eine Spalte zur Unterdeterminante 3.Ordnung erweitert:

Damit ist
Um entscheiden zu können, ob
oder
ist, müssen nun Unterdeterminanten der Ordnung 4 berechnet werden.
Es genügt, die Berechnung bis zur ersten nicht verschwindenden Unterdeterminante
der Ordnung 4 fortzusetzen. Insgesamt existieren
Unterdeterminanten der Ordnung 4.
Hier ergibt sich:

Damit gilt: Der Rang der Matrix M ist

Anmerkung: Hat man die Möglichkeit, Determinanten
automatisch (z.B. mithilfe eines Tabellenkalkulationsprogramms) zu berechnen,
empfiehlt es sich, mit der Berechnung der Unterdeterminanten der größtmöglichen
Ordnung zu beginnen. In diesem Beispiel hätte nach der Berechnung
von maximal fünf Unterdeterminanten der Ordnung 4 das Ergebnis
vorgelegen.