Mathematik Abitur
Rechenregeln für Erwartungswerte
Augenzahl beim einmaligen Werfen eines Tetraeders (Erwartungswert)Augenzahl beim einmaligen Werfen eines Tetraeders (Simulation)Augenzahl beim zweimaligen Werfen eines Tetraeders (Erwartungswert)Augenzahl beim zweimaligen Werfen eines Tetraeders (Simulation)Augenzahlprodukt beim zweimaligen Werfen eines Tetraeders (Erwartungswert)Augenzahlprodukt beim zweimaligen Werfen eines Tetraeders (Simulation)

Für die Erwartungswerte von Zufallsgrößen gelten eine Reihe wichtiger und nützlicher Rechenregeln, wobei hier der Einfachheit halber nur endliche Zufallsgrößen betrachtet werden sollen.

Beweis: Die Zufallsgröße X nehme die Werte mit den Wahrscheinlichkeiten an. Dann gilt:

Lösungsvariante 1 (nach Satz 1):
Es ist

und .
Somit gilt nach Satz 1:


Lösungsvariante 2 (nach Definition):

Lösungsvariante 3 (mittels Simulation):
Mithilfe der Randomfunktion eines Taschencomputers wird die Zufallsgröße simuliert und n-mal realisiert. Die entsprechenden relativen Häufigkeiten werden als Näherungswerte für die Wahrscheinlichkeiten verwandt und daraus wird EY berechnet. Simulation für ergibt (Bild 1). Interaktiv kann die Simulation auch für andere Werte von n durchgeführt werden (s. Bild 2 bzw. interaktives Beispiel 1).

Beweis: Die Zufallsgröße X nehme die Werte mit den Wahrscheinlichkeiten und die Zufallsgröße Y die Werte mit an. Dann gilt:

Lösungsvariante 1 (nach Satz 2):

Anmerkung: Für Zufallsgrößen X gilt das aus Zahlenbereichen und Vektorräumen bekannte Gesetz nicht.

Lösungsvariante 2 (nach Definition):

Lösungsvariante 3 (mittels Simulation):
Vorgegangen wird wie in Lösungsvariante 3 des Beispiels 1. Simulation für n = 200 ergibt (Bild 3).
Interaktiv kann die Simulation auch für andere Werte von n durchgeführt werden (s. Bild 4 bzw. interaktives Beispiel 2).

Beweis: Die Zufallsgröße X nehme die Werte mit den Wahrscheinlichkeiten und die Zufallsgröße Y die Werte mit an. Dann gilt (wegen der Unabhängigkeit von X und Y):

Lösungsvariante 1 (nach Satz 3):
Es ist

(wobei X und X stochastisch unabhängig sind). Dann gilt:

Lösungsvariante 2 (nach Definition):

Lösungsvariante 3 (mittels Simulation):
Vorgegangen wird wieder wie in Lösungsvariante 3 Beispiels 1. Simulation für n = 200 ergibt (Bild 5).
Interaktiv kann die Simulation auch für andere Werte von n durchgeführt werden (Bild 6 bzw. interaktives Beispiel 3).

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