







Für die Erwartungswerte von Zufallsgrößen gelten eine Reihe wichtiger und nützlicher Rechenregeln, wobei hier der Einfachheit halber nur endliche Zufallsgrößen betrachtet werden sollen.
:
Beweis: Die Zufallsgröße X nehme
die Werte
mit den Wahrscheinlichkeiten
an. Dann gilt:
Lösungsvariante 1 (nach Satz 1):
Es ist

und
.
Somit gilt nach Satz 1:

Lösungsvariante 2 (nach Definition):

Lösungsvariante 3 (mittels Simulation):
Mithilfe der Randomfunktion eines Taschencomputers wird die Zufallsgröße
simuliert
und n-mal realisiert. Die entsprechenden relativen Häufigkeiten werden
als Näherungswerte für die Wahrscheinlichkeiten
verwandt und daraus wird EY berechnet. Simulation
für
ergibt
(Bild 1). Interaktiv kann die Simulation auch für andere Werte von
n durchgeführt werden (s. Bild 2 bzw. interaktives Beispiel 1).

Beweis: Die Zufallsgröße X nehme
die Werte
mit den Wahrscheinlichkeiten
und die Zufallsgröße Y die Werte
mit
an. Dann gilt:

Lösungsvariante 1 (nach Satz 2):

Anmerkung: Für Zufallsgrößen
X gilt das aus Zahlenbereichen und Vektorräumen bekannte Gesetz
nicht.
Lösungsvariante 2 (nach Definition):

Lösungsvariante 3 (mittels Simulation):
Vorgegangen wird wie in Lösungsvariante 3 des Beispiels 1. Simulation
für n = 200
ergibt
(Bild 3).
Interaktiv kann die Simulation auch für andere Werte von
n durchgeführt werden (s. Bild 4 bzw. interaktives Beispiel 2).
mit den Wahrscheinlichkeiten
und die Zufallsgröße Y die Werte
mit
an.
Dann gilt (wegen der Unabhängigkeit von X und Y):
Lösungsvariante 1 (nach Satz 3):
Es ist

(wobei X und X stochastisch unabhängig sind). Dann gilt:

Lösungsvariante 3 (mittels Simulation):
Vorgegangen wird wieder wie in Lösungsvariante 3 Beispiels 1. Simulation
für n = 200
ergibt
(Bild 5).
Interaktiv kann die Simulation auch für andere Werte von
n durchgeführt werden (Bild 6 bzw. interaktives Beispiel 3).