

Das Zeichnen der Graphen von Funktionen lässt sich durch das Vorhandensein von Symmetrie(n) stark vereinfachen. Insbesondere treten bei den Graphen zwei Grundsymmetrien auf:
Mit Blick auf einige spezielle Funktionen (vor allem periodische Funktionen),
z.B. die Tangensfunktion
,
ist auch eine so genannte Verschiebungssymmetrie
(Axialverschiebung) von Interesse.
Achsen- und Punktsymmetrie
Die Bedingungen für axialsymmetrische
und zentralsymmetrische
Graphen sind in nachstehender Abbildung (bzw. in Bild 1) angegeben.
Die entsprechenden Funktionen werden gerade bzw. ungerade Funktionen genannt.

heißt gerade Funktion
genau dann, wenn mit
auch
ist und wenn gilt:
heißt ungerade Funktion
genau dann, wenn mit
auch
ist und wenn gilt:
(Rechenbeispiel
1)Bei ganzrationalen Funktionen kann
man eine vorhandene Symmetrie relativ einfach erkennen. Treten im Funktionsterm
nur gerade Potenzen von x auf, ist also
,
so gilt stets
.
Treten andererseits nur ungerade Potenzen von x auf, ist also
,
so gilt stets
.
Für ganzrationale Funktionen f mit
lässt sich somit allgemein formulieren:
gilt auch
als Summand mit geradem Exponenten von x.
,
und
sind
auf Symmetrie zu untersuchen. Der Graph von f ist achsensymmetrisch zur y-Achse, da alle Potenzen
von x gerade sind; der Graph von g ist punktsymmetrisch zum Koordinatenursprung,
da alle Potenzen von x ungerade sind. Demzufolge ist f eine gerade und
g eine ungerade Funktion.
Die Funktion h ist weder gerade noch ungerade.
und
g mit
sind auf Symmetrie zu untersuchen. Nach den oben herangezogenen Kriterium sind f und g weder gerade noch
ungerade. Trotzdem weisen ihre Graphen (s. Bilder 2 und 3) eine Symmetrie
auf.
Der Graph von f ist achsensymmetrisch zur Geraden
,
der Graph von g zentralsymmetrisch zum Punkt
.
gerade oder ungerade ist. Man bildet
und erhält:
.
Die Funktion f ist also ungerade.
sind zu bestimmen. Die Scheitelpunktsform lautet
,
d.h., der Scheitelpunkt hat die Koordinaten
.
Das bedeutet, der Graph der Funktion ist symmetrisch zur Geraden
.
Durch den Scheitelpunkt S ist das Monotonieverhalten der nach oben geöffneten
Parabel bestimmt. Die Funktion f ist im Intervall
streng monoton fallend und im Intervall
streng monoton wachsend.