
Zu den Säugetieren gehören u. a. die Insektenfresser, Fledermäuse, Hasentiere, Nagetiere, Raubtiere, Robben, Paarhufer und Wale. Da sie alle Lebensräume bewohnen, haben sie eine große Gestaltenfülle und verschiedene Formen der Angepasstheit entwickelt.
Insektenfresser (ca.
370 Arten)
Insektenfresser sind kleine Säugetiere
mit rüsselartig verlängerter Nase und lückenlosem Gebiss
aus kleinen spitzen Zähnen. Ihre Nahrung sind vorwiegend Würmer,
Insekten, Schnecken, kleine Wirbeltiere. Einheimische Vertreter sind
z. B. Igel und Maulwurf.
Nagetiere (ca. 3 000 Arten)
Nagetiere sind kleine bis mittelgroße Tiere. Im Gebiss besitzen
sie 2 kräftige, meißelartig geformte Schneidezähne ("Nagezähne"),
die ständig nachwachsen. Sie sind meistens Pflanzenfresser.
Bei uns kommen beispielsweise Brandmaus und Eichhörnchen vor.
Raubtiere (ca. 250 Arten)
Raubtiere sind kleine bis große Tiere. Das Gebiss enthält
dolchartige Eckzähne und Reißzähne. Sie besitzen Zehen
mit Krallen. Raubtiere sind meistens Fleischfresser. Unter den Raubtieren
gibt es tagaktive Tiere (z. B. Wolf) und nachtaktive Tiere (z. B.
Marder). Die Sinnesorgane, besonders Geruchs-, Gehör- und Lichtsinnesorgane,
sind gut entwickelt.
Huftiere (ca. 180 Arten)
Huftiere besitzen Hufe aus Horn. Sie sind Spitzengänger. Die Endglieder
einer oder mehrerer Zehen sind von einem schuhförmigen Horngebilde
der Haut, den Hufen, umgeben. Man unterteilt die Huftiere in Paarhufer
und Unpaarhufer.
Unpaarhufer (ca. 17 Arten)
Meist große, langbeinige, sehr lauf- und springtüchtige Tiere,
die mit einem Huf auftreten (Mittelzehe oder dritter Zehenspitze); Pflanzenfresser. Esel und Pferd sind typische Vertreter, aber auch Nashörner gehören in diese Gruppe.
Paarhufer (ca. 154 Arten)
Tiere treten mit 2 Hufen auf (Spitzen der 3. und 4. Zehe); Pflanzenfresser;
Wiederkäuer (z. B. Hirsche, Giraffen, Kamele) und Nichtwiederkäuer
(z. B. Schweine, Flusspferde).