
Die Geschlechtsorgane
der Frau liegen zum größten Teil im Körperinneren
(Unterleib, Beckenregion). Zu ihnen gehören Eierstöcke,
Eileiter, Gebärmutter
und Scheide. Bei jungen Mädchen
ist der Scheideneingang außerdem noch durch eine Hautfalte, das
Jungfernhäutchen,
teilweise verschlossen. Es schützt die inneren Geschlechtsorgane.
Dieses schützende Jungfernhäutchen wird beim ersten Geschlechtsverkehr
oder aber auch schon früher, z. B. beim Sport zerrissen. Die Scheide
führt nach innen zur Gebärmutter.
Die weiblichen Keimzellen, die Eizellen, werden in den beiden Eierstöcken
gebildet. Bereits beim neugeborenen Mädchen sind mehrere Hunderttausend
Eizellen angelegt. Nach Eintritt der Geschlechtsreife (12. – 14. Lebensjahr)
entwickeln sich einige dieser Eianlagen weiter zu 1 bis 2 cm großen,
flüssigkeitsgefüllten Eibläschen (Follikeln). Alle 4 Wochen
platzt das reifste Bläschen (Follikelsprung) und gibt eine befruchtungsfähige
Eizelle frei. Diese wird vom Trichter eines Eileiters aufgefangen. Der
Follikel wandelt sich dann zum Gelbkörper um. Die Eileiter
sind etwa 12 cm lange Röhren; ihre Schleimhaut besitzt feine Flimmerhärchen
zum Transport der Eizellen in Richtung Gebärmutter.
Die Gebärmutter (Uterus) ist ein
birnenförmiges, faustgroßes Organ, dessen Wandung aus Muskulatur
besteht, der Hohlraum ist mit Schleimhaut ausgekleidet.
Als Ort der Entwicklung des Keimlings kann sich die Gebärmutter stark ausdehnen und bei der Geburt zusammenziehen.
Die äußeren Geschlechtsorgane der Frau bestehen aus den großen und kleinen Schamlippen. Dabei handelt es sich um Hautfalten, die den Scheideneingang und die davon getrennte Harnröhrenöffnung umschließen. Im vorderen Bereich zwischen den Schamlippen liegt der Kitzler, auch Klitoris genannt. Wenn man den Kitzler berührt oder reibt, können lustvolle Gefühle entstehen, die ganz natürlich sind und derer man sich nicht schämen muss. Vergleichbar mit der Eichel des Penis beim Mann ist bei der Frau der Kitzler als leicht erregbar einzustufen.