

Wie auch bei den anderen Pflanzenorganen, finden wir bei den Laubblättern
in Anpassung an bestimmte Umweltbedingungen Umbildungen, Blattmetamorphosen,
die spezielle Funktionen haben.
Blattdornen finden wir z. B.
bei Kakteen, der Berberitze, der Akazie, Robinie und Distel. Sie sind
Anpassungen an trockene Standorte. Blattdornen schützen die Pflanzen
vor Tierfraß und verschaffen ihnen damit einen Überlebensvorteil.
Mit Blattranken können sich
Pflanzen an Stützen festhalten, an ihnen hochwachsen und so die
Blätter und Blüten besser positionieren.
Blattranken finden wir z. B. bei Erbsenpflanzen, Wicken und Bohnen.
Eine weitere Anpassung an trockene Standorte sind blattsukkulente Pflanzen. Bei ihnen haben die Blätter ein dickfleischiges, saftiges (sukkulentes) Aussehen und dienen der Wasserspeicherung.
Blattsukkulente sind z. B. Agaven, Mauerpfeffer, Queller, Fette
Henne und Mittagsblumen. Bei Küchenzwiebeln, Tulpen, Lilien und
Narzissen z. B. haben die Blätter, die an gestauchten Sprossachsen
sitzen, Speicherfunktion.
Die Speicherblätter dienen in
Gestalt von Zwiebeln auch der Überwinterung der Pflanzen sowie
der ungeschlechtlichen Fortpflanzung.