Evolutionsfaktoren
beeinflussen die Entwicklung
Die Evolution ist in ihrem Verlauf
nicht vorherbestimmt. Vielmehr ist dieser Verlauf abhängig von der
Wechselwirkung zwischen den Umweltbedingungen und den Lebewesen. Nicht alle
Umwelteinflüsse sind dabei aber für den Verlauf der Evolution
wesentlich. Man fasst die wirksamen Einflüsse als Evolutionsfaktoren
zusammen. Ihre Wirkung führt dann zu verschiedenen Erscheinungen, die
zu bestimmten Evolutionsrichtungen zusammengefasst werden.
Wesentliche Evolutionsfaktoren sind Mutation,
natürliche Auslese (Selektion),
Neukombinationen von Erbanlagen und Isolation.
Zusammenwirken der Evolutionsfaktoren
Durch das Zusammenwirken der Faktoren wird die Evolution vorangebracht.
Die genetische Vielfalt
einer Population wird durch
die Neukombination von Genen und durch spontane Mutationen ständig beeinflusst.
Damit ist eine Voraussetzung für die Evolution gegeben, indem immer
wieder neue Merkmale bei den Individuen auftreten.
An diesem Punkt wird die Evolution vorangebracht, denn durch neue Gen-Varianten
und Kombinationen entstehen über neue Genotypen auch neue Phänotypen.
Durch Auslese (Selektion) werden ungünstige
Genkombinationen bezüglich der vorherrschenden Umweltbedingungen
nicht gefördert. Dass heißt, die Individuen entwickeln sich
schlecht und haben keinen Fortpflanzungserfolg.
Die Selektion setzt primär am Phänotyp,
also an dem äußeren Erscheinungsbild eines Individuums an und
gibt die Richtung der folgenden Evolution an.
Individuen mit günstigen Genkombinationen werden dagegen durch Auslese
in ihrer Entwicklung und Fortpflanzung gefördert. Dabei ist der unterschiedliche
Fortpflanzungserfolg (Fitness)
immer in Bezug zu den gegenwärtigen Umweltbedingungen zu sehen. Der
Begriff Fitness beinhaltet die Tauglichkeit eines Lebewesens, die messbar
anhand der überlebenden Nachkommen ist.
Während die Evolutionsfaktoren Mutation und Neukombination
zufällig genetische Vielfalt erzeugen, wirkt die Auslese als Evolutionsfaktor
also richtend auf die Auswahl der Individuen. Diese Auswahl bezieht sich
bei vorherrschenden Umweltbedingungen auf die Angepasstheit von Individuen.
Und umgekehrt bei sich verändernden Umweltbedingungen auf die Anpassungsfähigkeit
von Individuen.
Durch die künstliche Auslese des Menschen werden Züchtungen erzielt. Es werden also nur bestimmte Lebewesen für die Erzeugung von Nachkommen ausgewählt. Die anderen, mit "schlechteren" Qualitäten, werden von der Fortpflanzung ausgeschlossen und können so ihre Gene nicht weitergeben.